Klimawandel in Kärnten & Osttirol: Klimadaten für alle Gemeinden
Wie stark hat sich das Klima vor Ihrer Haustür schon verändert? Für alle 165 Gemeinden Kärntens und Osttirols haben wir die GeoSphere-Klimadaten seit 1961 ausgewertet – mit Rekorden, Hitzetagen, Klimastreifen und einem Blick bis ans Ende des Jahrhunderts. Stand: 13. Juni 2026, tägliche Aktualisierung.
Karte: Ort anklicken
Punktfarbe = Erwärmung seit 1961 (● +1,1 °C bis ● +1,6 °C)
Zukunfts-Karten: Wie sich Kärnten & Osttirol verändern
Klimaszenarien als Flächenkarte (1-km-Raster): Die Kenntage sind eine Tauernwetter-Umrechnung – gemessene SPARTACUS-Klimatologie 1971–2000 je Gitterzelle, verschoben um die zellgenaue ÖKS15-Erwärmung (lokal kalibriert, ohne Modell-Überzeichnung an Schwellenwerten). Schneedeckentage stammen aus der FuSE-AT-Schneesimulation. Kennzahl, Szenario und Zeitraum wählen – die Farbskala bleibt je Kennzahl gleich, damit die Karten direkt vergleichbar sind.
Alle Orte nach Bezirk
Klagenfurt Stadt (1 Orte)
- Klagenfurt +1,4 °C
Klagenfurt Land (19 Orte)
- Ebenthal in Kärnten +1,5 °C
- Feistritz im Rosental +1,5 °C
- Ferlach +1,5 °C
- Grafenstein +1,5 °C
- Keutschach am See +1,5 °C
- Krumpendorf am Wörthersee +1,5 °C
- Köttmannsdorf +1,5 °C
- Ludmannsdorf +1,4 °C
- Magdalensberg +1,5 °C
- Maria Rain +1,5 °C
- Maria Saal +1,5 °C
- Maria Wörth +1,5 °C
- Moosburg +1,5 °C
- Poggersdorf +1,5 °C
- Pörtschach +1,5 °C
- Sankt Margareten im Rosental +1,4 °C
- Schiefling am Wörthersee +1,5 °C
- Techelsberg am Wörther See +1,5 °C
- Zell +1,3 °C
Villach Stadt (1 Orte)
- Villach +1,6 °C
Villach Land (19 Orte)
- Afritz am See +1,5 °C
- Arnoldstein +1,5 °C
- Arriach +1,3 °C
- Bad Bleiberg +1,3 °C
- Feistritz an der Gail +1,5 °C
- Feld am See +1,4 °C
- Ferndorf +1,5 °C
- Finkenstein am Faaker See +1,6 °C
- Fresach +1,5 °C
- Hohenthurn +1,5 °C
- Nötsch im Gailtal +1,5 °C
- Paternion +1,5 °C
- Rosegg +1,6 °C
- Sankt Jakob im Rosental +1,6 °C
- Stockenboi +1,4 °C
- Treffen am Ossiacher See +1,6 °C
- Velden am Wörther See +1,5 °C
- Weißenstein +1,6 °C
- Wernberg +1,6 °C
Hermagor (7 Orte)
- Dellach +1,5 °C
- Gitschtal +1,4 °C
- Hermagor +1,4 °C
- Kirchbach +1,5 °C
- Kötschach-Mauthen +1,5 °C
- Lesachtal +1,4 °C
- Sankt Stefan im Gailtal +1,5 °C
Spittal an der Drau (33 Orte)
- Bad Kleinkirchheim +1,3 °C
- Baldramsdorf +1,5 °C
- Berg im Drautal +1,4 °C
- Dellach im Drautal +1,4 °C
- Flattach +1,3 °C
- Gmünd in Kärnten +1,4 °C
- Greifenburg +1,4 °C
- Großkirchheim +1,2 °C
- Heiligenblut am Großglockner +1,2 °C
- Irschen +1,4 °C
- Kleblach-Lind +1,5 °C
- Krems in Kärnten +1,4 °C
- Lendorf +1,5 °C
- Lurnfeld +1,4 °C
- Mallnitz +1,1 °C
- Malta +1,4 °C
- Millstatt +1,4 °C
- Mörtschach +1,2 °C
- Mühldorf +1,5 °C
- Oberdrauburg +1,4 °C
- Obervellach +1,4 °C
- Radenthein +1,4 °C
- Rangersdorf +1,3 °C
- Reißeck +1,2 °C
- Rennweg am Katschberg +1,3 °C
- Sachsenburg +1,5 °C
- Seeboden am Millstätter See +1,5 °C
- Spittal an der Drau +1,5 °C
- Stall +1,2 °C
- Steinfeld +1,4 °C
- Trebesing +1,4 °C
- Weißensee-Gatschach +1,4 °C
- Winklern +1,3 °C
Sankt Veit an der Glan (20 Orte)
- Althofen +1,5 °C
- Brückl +1,5 °C
- Deutsch-Griffen +1,4 °C
- Eberstein +1,5 °C
- Frauenstein +1,5 °C
- Friesach +1,4 °C
- Glödnitz +1,4 °C
- Gurk +1,5 °C
- Guttaring +1,4 °C
- Hüttenberg +1,4 °C
- Kappel am Krappfeld +1,5 °C
- Klein Sankt Paul +1,5 °C
- Liebenfels +1,5 °C
- Metnitz +1,3 °C
- Micheldorf +1,4 °C
- Mölbling +1,5 °C
- Sankt Georgen am Längsee +1,5 °C
- St. Veit an der Glan +1,5 °C
- Straßburg +1,5 °C
- Weitensfeld +1,4 °C
Feldkirchen (10 Orte)
- Albeck +1,4 °C
- Feldkirchen +1,6 °C
- Glanegg +1,5 °C
- Gnesau +1,4 °C
- Himmelberg +1,5 °C
- Ossiach +1,6 °C
- Reichenau +1,3 °C
- Sankt Urban +1,4 °C
- Steindorf am Ossiacher See +1,5 °C
- Steuerberg +1,4 °C
Völkermarkt (13 Orte)
- Bad Eisenkappel +1,4 °C
- Bleiburg +1,4 °C
- Diex +1,3 °C
- Eberndorf +1,4 °C
- Feistritz ob Bleiburg +1,4 °C
- Gallizien +1,5 °C
- Globasnitz +1,4 °C
- Griffen +1,4 °C
- Neuhaus +1,4 °C
- Ruden +1,4 °C
- Sankt Kanzian am Klopeiner See +1,4 °C
- Sittersdorf +1,4 °C
- Völkermarkt +1,4 °C
Wolfsberg (9 Orte)
- Bad Sankt Leonhard im Lavanttal +1,3 °C
- Frantschach-Sankt Gertraud +1,4 °C
- Lavamünd +1,4 °C
- Preitenegg +1,3 °C
- Reichenfels +1,3 °C
- Sankt Georgen im Lavanttal +1,4 °C
- Sankt Paul im Lavanttal +1,4 °C
- St. Andrä im Lavanttal +1,4 °C
- Wolfsberg +1,4 °C
Lienz (Osttirol) (33 Orte)
- Abfaltersbach +1,4 °C
- Ainet +1,4 °C
- Amlach +1,4 °C
- Anras +1,3 °C
- Assling +1,4 °C
- Außervillgraten +1,3 °C
- Dölsach +1,4 °C
- Gaimberg +1,4 °C
- Heinfels +1,3 °C
- Hopfgarten in Defereggen +1,3 °C
- Innervillgraten +1,3 °C
- Iselsberg-Stronach +1,3 °C
- Kals am Großglockner +1,2 °C
- Kartitsch +1,3 °C
- Lavant +1,4 °C
- Leisach +1,4 °C
- Lienz +1,4 °C
- Matrei in Osttirol +1,4 °C
- Nikolsdorf +1,4 °C
- Nußdorf-Debant +1,4 °C
- Oberlienz +1,4 °C
- Obertilliach +1,3 °C
- Prägraten am Großvenediger +1,3 °C
- Schlaiten +1,4 °C
- Sillian +1,3 °C
- St. Jakob im Defereggen +1,2 °C
- St. Johann im Walde +1,4 °C
- St. Veit in Defereggen +1,2 °C
- Strassen +1,3 °C
- Thurn +1,4 °C
- Tristach +1,4 °C
- Untertilliach +1,3 °C
- Virgen +1,3 °C
Zukunfts-Berechnung & unsere eigene Anpassung – offen erklärt
Zwei verschiedene Zahlen. Die +1,1 bis +1,6 °C in Karte und Liste sind die tatsächlich gemessene Erwärmung über die Zeit – der Unterschied zwischen den Klimamitteln 1961–1990 und 1991–2020. Die Korrektur von rund +1 °C bei den Zukunftsszenarien misst dagegen etwas anderes: nicht eine Veränderung über die Zeit, sondern den Abstand zwischen Beobachtung und Modellerwartung – die ÖKS15-Modelle bilden die heute bereits gemessene Temperatur um rund 1 °C zu niedrig ab. Es ist also nicht zweimal dieselbe Zahl.
Warum diese Korrektur nötig war. Die GeoSphere Austria hat im April 2026 im offiziellen Hinweis zur Nutzung der ÖKS15 (W3) festgehalten, dass die beobachtete Erwärmung rund 1 °C über dem ÖKS15-Ensemblemittel liegt. Konkret: Die heute schon erreichte Mitteltemperatur würde nach den unveränderten ÖKS15-Pfaden erst um etwa 2035 eintreten. Hätten wir die Szenarien also direkt angesetzt, wären die berechneten Temperaturen zwischen 2026 und 2030 wieder unter den heute gemessenen Wert gefallen – ein offensichtlicher Widerspruch zur Realität.
Was wir selbst gemacht haben. Wir sind dem GeoSphere-Hinweis (W3) weitgehend gefolgt und haben dafür die gemessenen SPARTACUS-Daten der letzten Jahre als Ausgangspunkt genommen. Ergänzt haben wir nur zwei vorsichtige Annahmen: einen Trend-Boden, der die vor Ort beobachtete Erwärmungsrate bis zur Periodenmitte (2035) fortschreibt (die Realität bleibt nicht stehen), und die Vorgabe, dass die ferne Zukunft nie kühler ausfällt als die nahe. Auf den einzelnen Gemeindeseiten ist diese Korrektur bereits in die dargestellten Temperaturen eingerechnet und wird nicht mehr als separate „+1 °C“-Zahl ausgewiesen – das hatte Leser eher verwirrt (sie beträgt im Mittel rund 1 °C, aber nicht in jeder Gemeinde exakt 1 °C). Die abgeleiteten Kenntage (Hitze-, Frosttage usw.) sind dadurch eher vorsichtig gerechnet, nicht überzeichnet.
Beim Schnee mussten wir kaum eingreifen: Aus der FuSE-AT-Schneesimulation haben wir das günstigste Szenario – jenes ohne weiteren Temperaturanstieg – verwendet. Es gibt die heutige Schneedecke bis auf rund 1 % korrekt wieder (Schneedeckentage, geprüft an Stationswerten) und musste daher nicht angepasst werden. Die +1 °C-Korrektur betrifft im Wesentlichen die Temperatur.
Szenarien, keine exakte Vorhersage. Wie sich das Klima bis 2100 entwickelt, hängt vor allem vom Emissionspfad ab – mit konsequentem Klimaschutz fällt die Erwärmung deutlich geringer aus als bei „weiter wie bisher“. Bis etwa Mitte des Jahrhunderts unterscheiden sich beide Pfade kaum, weil die bereits ausgestoßenen Treibhausgase nachwirken; erst ab ~2050 läuft die Schere weit auseinander. Auch innerhalb eines Pfades streuen die Klimamodelle – wir zeigen daher neben dem Mittelwert immer die Bandbreite, in der 80 % der Modelle liegen. Die Karten sind also eine fundierte Abschätzung mit klarer Spannweite, kein punktgenauer Wert.
Sobald die neuen ÖKS-Berechnungen (erwartet 2027) vorliegen, passen wir die Datengrundlage selbst an.
Warum täglich aktualisiert? In diesem Portal lassen sich auch die historischen Klimawerte jedes Orts abrufen. Damit neue Allzeitrekorde nicht veralten, gleichen wir die Daten täglich ab. Neue Rekorde werden vor der Veröffentlichung geprüft und können daher einige Tage verspätet erscheinen.
Rohdaten: GeoSphere Austria / Copernicus, bezogen unter CC BY 4.0. Berechnung, Auswertung, Visualisierung und Bearbeitung: © tauernwetter.at – alle Rechte vorbehalten. Die Auswertung der GeoSphere-Daten ist Teil der Tauernwetter-Forschung.