Der September 2026 war in Österreich zu warm und zu trocken, in Unterkärnten fiel stellenweise mehr Regen als üblich
Der September 2026 war in Österreich um 2,2 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 und damit einer der wärmsten Septembermonate seit 1961. Die Sonne schien um mehr als ein Viertel länger als im langjährigen Mittel, und im Großteil des Landes ist wieder zu wenig Regen gefallen. Nur in Teilen Unterkärntens hat ein Italientief die Niederschlagsbilanz ausgeglichen. Dort wurden Anfang September noch mehr als 32 Grad gemessen, knapp drei Wochen später gab es in den Tälern den ersten Frost.
Das Wichtigste in Kürze
Österreich im September 2026
Kärnten und Osttirol im September 2026
Alle Werte sind Abweichungen vom Mittel der Jahre 1991 bis 2020.
- Seit Jahresbeginn fehlt in Österreich ein Drittel des Niederschlags.
- Am trockensten war der September in Vorarlberg, dort fehlten 66 Prozent.
- In Unterkärnten hat es dank eines Italientiefs stellenweise mehr geregnet als im langjährigen Durchschnitt.
- In Kärnten wurden am 4. September noch 32,3 Grad gemessen, am 23. September gab es in den Tälern den ersten Frost.
- Das arktische Meereis hat seinen Tiefpunkt für heuer bereits hinter sich.
So verlief der September 2026 in Österreich
Der Monat bestand aus mehreren sehr unterschiedlichen Abschnitten. In der ersten Woche setzte sich der Hochsommer fort. Am 4. September wurden an 153 der 276 Wetterstationen in Österreich mindestens 30 Grad erreicht, am 8. September noch einmal an 150 Stationen. Den höchsten Wert des Monats meldete Pottschach in Niederösterreich am 8. September mit 34,7 Grad, in Wieselburg waren es 34,5 Grad und in Innsbruck 34,3 Grad. Am 9. und 10. September beendete eine Kaltfront die Hitze, und gleich danach zog ein Italientief mit ergiebigem Regen über den Süden des Landes. Rund um den astronomischen Herbstbeginn am 23. September wurde es in klaren Nächten so kalt, dass es in höher gelegenen Tälern den ersten Frost gab. Am 23. September meldeten 22 Wetterstationen Frost, am kältesten war es mit minus 4,4 Grad in Schwarzau im Freiwald im Waldviertel. In der letzten Woche hat sich dann jenes Hochdruckgebiet aufgebaut, das Österreich auch Anfang Oktober trockenes und sonniges Wetter bringt.
Österreich war im September um 2,2 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020
Im Flächenmittel lag die Temperatur in Österreich im September um 2,2 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber dem älteren Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990 beträgt die Abweichung 2,6 Grad. In den flächendeckenden Aufzeichnungen, die bis 1961 zurückreichen, waren nur sechs September wärmer, jener des Jahres 1982 war gleich warm. Am wärmsten war der September 2023, der um 3,7 Grad über dem Mittel lag.
Zu warm war es in allen neun Bundesländern, am größten war die Temperaturabweichung im Westen. In Vorarlberg lag der September um 3,2 Grad über dem Mittel, in Tirol um 2,8 Grad. Von Salzburg ostwärts und im Süden betrug die Abweichung rund 2 Grad. An 29 der 202 Wetterstationen mit einer mindestens 30 Jahre langen Messreihe war es so warm wie in keinem September seit Messbeginn, die meisten davon in Tirol. In Innsbruck wurden 34,3 Grad gemessen, der bisherige Septemberhöchstwert der seit 1877 bestehenden Reihe lag bei 32,4 Grad. An 14 Stationen gab es außerdem mehr Hitzetage als in jedem September zuvor. Auf der Karte ist ganz Österreich rot eingefärbt. Von einem Monat, der kühler war als im langjährigen Durchschnitt, war das ganze Land weit entfernt.
Die höchsten und die tiefsten Temperaturen des Monats an den österreichischen Wetterstationen zeigen die beiden folgenden Tabellen.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Höchstwert | Datum |
|---|---|---|---|---|
| PottschachNiederösterreich | Niederösterreich | 416 Meter | 34,7 Grad | 8. September |
| WieselburgNiederösterreich | Niederösterreich | 259 Meter | 34,5 Grad | 8. September |
| Innsbruck UniversitätTirol | Tirol | 578 Meter | 34,3 Grad | 4. September |
| LangenlebarnNiederösterreich | Niederösterreich | 175 Meter | 34,2 Grad | 8. September |
| Wien StammersdorfWien | Wien | 191 Meter | 34,2 Grad | 8. September |
| KremsNiederösterreich | Niederösterreich | 202 Meter | 34,1 Grad | 8. September |
Die Tabelle zeigt die sechs höchsten Temperaturen, die im September 2026 an den Wetterstationen von GeoSphere Austria in Österreich gemessen wurden.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Tiefstwert | Datum |
|---|---|---|---|---|
| Schwarzau im FreiwaldNiederösterreich | Niederösterreich | 788 Meter | −4,4 Grad | 23. September |
| Liebenau-GuguOberösterreich | Oberösterreich | 846 Meter | −4,3 Grad | 23. September |
| St. Jakob im DefereggentalTirol | Tirol | 1383 Meter | −2,4 Grad | 23. September |
| SchmirnTirol | Tirol | 1464 Meter | −2,0 Grad | 23. September |
| St. Michael im LungauSalzburg | Salzburg | 1052 Meter | −1,6 Grad | 23. September |
| St. Leonhard im PitztalTirol | Tirol | 1454 Meter | −1,6 Grad | 23. September |
Die Tabelle zeigt die sechs tiefsten Temperaturen, die im September 2026 an den Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe in Österreich gemessen wurden.
Im Flächenmittel ist in Österreich um ein Viertel weniger Niederschlag gefallen als im langjährigen Mittel
Im September ist in Österreich um 26 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Im Vergleich mit den Jahren 1961 bis 1990, in denen der September im Durchschnitt trockener war als heute, beträgt das Defizit 11 Prozent.
Der Grund liegt in der Wetterlage. Die Tiefdruckgebiete vom Atlantik haben Österreich im September nur selten erreicht, den meisten Regen brachte ein Italientief, und ein solches Tief trifft vor allem den Süden. Am wenigsten hat es deshalb in Vorarlberg geregnet, wo nur rund ein Drittel der üblichen Menge zusammengekommen ist. Im Burgenland fehlten 44 Prozent und in der Steiermark 37 Prozent. Kleiner war das Defizit im Norden: Im nördlichen Niederösterreich und in Teilen Oberösterreichs wurde das langjährige Mittel stellenweise sogar erreicht. Wie groß die Abweichung in jedem Bundesland war, zeigt die Tabelle unter der Karte.
| Bundesland | Temperatur | Niederschlag | Sonnenschein |
|---|---|---|---|
| Vorarlberg | +3,2 Grad | −66 Prozent | +47 Prozent |
| Burgenland | +2,1 Grad | −44 Prozent | +24 Prozent |
| Steiermark | +2,1 Grad | −37 Prozent | +31 Prozent |
| Tirol | +2,8 Grad | −29 Prozent | +37 Prozent |
| Salzburg | +2,3 Grad | −27 Prozent | +27 Prozent |
| Wien | +2,2 Grad | −26 Prozent | +13 Prozent |
| Niederösterreich | +2,1 Grad | −20 Prozent | +17 Prozent |
| Oberösterreich | +2,0 Grad | −17 Prozent | +27 Prozent |
| Kärnten | +2,1 Grad | −8 Prozent | +30 Prozent |
| Österreich | +2,2 Grad | −26 Prozent | +28 Prozent |
Die Werte sind Flächenmittel aus dem Tagesgitter SPARTACUS von GeoSphere Austria. Osttirol ist in dieser Tabelle im Wert für Tirol enthalten.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Liter pro Quadratmeter |
|---|---|---|---|
| Hier ist am meisten Niederschlag gefallen. | |||
| RudolfshütteSalzburg | Salzburg | 2317 Meter | 167 |
| FeuerkogelOberösterreich | Oberösterreich | 1618 Meter | 153 |
| Feistritz ob BleiburgKärnten | Kärnten | 523 Meter | 132 |
| Völkermarkt-GoldbrunnhofKärnten | Kärnten | 466 Meter | 129 |
| Dachstein-Schladminger GletscherOberösterreich | Oberösterreich | 2520 Meter | 126 |
| Hier ist am wenigsten Niederschlag gefallen. | |||
| Bad RadkersburgSteiermark | Steiermark | 207 Meter | 23 |
| St. Anton am ArlbergTirol | Tirol | 1304 Meter | 27 |
| HaimingTirol | Tirol | 659 Meter | 27 |
| ImstTirol | Tirol | 773 Meter | 27 |
| AndauBurgenland | Burgenland | 117 Meter | 28 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen Österreichs mit dem meisten und unten die fünf mit dem wenigsten Niederschlag im September 2026.
Seit Jahresbeginn fehlt in Österreich ein Drittel des Niederschlags
Auch der September war damit wieder zu trocken, so wie fast jeder Monat seit Jänner. Von 1. Jänner bis Ende September ist in Österreich um 32 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Nasser als im langjährigen Durchschnitt war heuer nur der Februar. Am größten war das Defizit im April mit 68 Prozent und im März mit 57 Prozent. Das Sommerhalbjahr von April bis September war mit 35 Prozent weniger Niederschlag das trockenste seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1961. Das bisher trockenste Sommerhalbjahr 1992 kam auf 26 Prozent weniger.
Am meisten fehlt seit Jahresbeginn im Norden und im Osten. In Niederösterreich beträgt das Defizit 39 Prozent, im Burgenland und in Oberösterreich jeweils 38 Prozent und in Wien 37 Prozent. Am kleinsten ist es im Bundesland Kärnten mit 20 Prozent und in Tirol mit 23 Prozent. Warum vorerst kein ergiebiger Regen in Sicht ist, haben wir in unserem Bericht über das Blockadehoch beschrieben.
Die Sonne schien in Österreich um 28 Prozent länger als im Durchschnitt
Im Flächenmittel gab es in Österreich um 28 Prozent mehr Sonnenstunden als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 waren es um 25 Prozent mehr. Seit 1961 gab es nur neun September mit noch mehr Sonnenschein.
Besonders sonnig war es im Westen, wo auch am wenigsten Regen gefallen ist. In Vorarlberg schien die Sonne um 47 Prozent länger als im Mittel, in Tirol um 37 Prozent. Am kleinsten war das Plus im Nordosten mit 17 Prozent in Niederösterreich und 13 Prozent in Wien.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Sonnenstunden |
|---|---|---|---|
| Hier schien die Sonne am längsten. | |||
| BrunnenkogelTirol | Tirol | 3437 Meter | 269 |
| RohrspitzVorarlberg | Vorarlberg | 395 Meter | 258 |
| GalzigTirol | Tirol | 2079 Meter | 254 |
| Villacher AlpeKärnten | Kärnten | 2117 Meter | 246 |
| FeldkirchVorarlberg | Vorarlberg | 438 Meter | 246 |
| Hier schien die Sonne am kürzesten. | |||
| St. Leonhard im PitztalTirol | Tirol | 1454 Meter | 133 |
| HintertuxTirol | Tirol | 1505 Meter | 136 |
| RaurisSalzburg | Salzburg | 934 Meter | 143 |
| MallnitzKärnten | Kärnten | 1197 Meter | 144 |
| KölnbreinsperreKärnten | Kärnten | 1916 Meter | 150 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen Österreichs mit den meisten und unten die fünf mit den wenigsten Sonnenstunden im September 2026.
So verlief der September 2026 in Kärnten und Osttirol
In Kärnten und Osttirol lag der September im Flächenmittel um 2,2 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 und war damit ebenso stark zu warm wie im österreichischen Mittel. Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 beträgt die Abweichung 2,4 Grad. Seit 1961 waren nur fünf September wärmer. Am größten war die Abweichung in Osttirol und in Oberkärnten, am kleinsten im Lavanttal. Die Flächenwerte in diesem Teil gelten für Kärnten und Osttirol gemeinsam und weichen deshalb geringfügig von den Werten für das Bundesland Kärnten in der Tabelle oben ab.
Am 4. September wurden in Kärnten noch einmal mehr als 32 Grad gemessen
Die erste Septemberwoche war hochsommerlich warm. Der heißeste Tag des Monats war Freitag, der 4. September. An diesem Tag wurden an 16 der 39 Wetterstationen in Kärnten und Osttirol mindestens 30 Grad erreicht. Am wärmsten war es in St. Andrä im Lavanttal mit 32,3 Grad, knapp dahinter folgt Villach mit 32,2 Grad. Auch in Lienz stieg die Temperatur mit 30,2 Grad noch einmal über die Marke von 30 Grad. Am Klagenfurter Flughafen wurden am 4. September 2026 31,8 Grad gemessen, mehr als in jedem September seit Beginn der Klagenfurter Messreihe im Jahr 1850. Auch Dellach im Drautal mit 31,6 Grad, Spittal an der Drau mit 30,8 Grad, Sillian mit 29,4 Grad und Mallnitz mit 26,4 Grad meldeten neue Septemberhöchstwerte ihrer Messreihen.
Die meisten Hitzetage mit mindestens 30 Grad gab es in St. Andrä, dort waren es drei. Die meisten Sommertage mit mindestens 25 Grad wurden in St. Veit an der Glan gezählt, nämlich 13. Lienz und Ferlach kommen auf jeweils 12 Sommertage.
| Wetterstation | Seehöhe | Höchstwert | Datum |
|---|---|---|---|
| St. Andrä im Lavanttal | 403 Meter | 32,3 Grad | 4. September |
| Villach Stadt | 493 Meter | 32,2 Grad | 4. September |
| Ferlach | 459 Meter | 31,9 Grad | 4. September |
| Klagenfurt Flughafen | 450 Meter | 31,8 Grad | 4. September |
| Klagenfurt Lastenstraße | 441 Meter | 31,7 Grad | 4. September |
| Dellach im Drautal | 628 Meter | 31,6 Grad | 4. September |
Die Tabelle zeigt die sechs höchsten Temperaturen, die im September 2026 an den Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe in Kärnten und Osttirol gemessen wurden.
Rund um den Herbstbeginn gab es in den Tälern den ersten Frost
Nach dem 20. September kühlte es in klaren und windstillen Nächten stark ab, weil die trockene Luft die Wärme des Tages rasch abstrahlen ließ. Am kältesten war es am Mittwoch, dem 23. September, in der Früh. In St. Jakob im Defereggental sank die Temperatur auf minus 2,4 Grad, auch in Weitensfeld im Gurktal und in Sillian gab es leichten Frost. Auf der Flattnitz, einem Passübergang in rund 1400 Meter Seehöhe, wurden zwei Tage später minus 1,4 Grad gemessen. In St. Jakob im Defereggental wurden im September insgesamt vier Tage mit Frost gezählt.
Auch in tiefen Lagen sank die Temperatur an diesem Morgen bis knapp über den Gefrierpunkt. In Friesach wurden 1,3 Grad gemessen, in Hermagor 1,4 Grad. In St. Andrä, wo es am 4. September noch 32,3 Grad hatte, waren es 1,5 Grad. Zwischen dem höchsten und dem tiefsten Wert des Monats lagen dort fast 31 Grad.
| Wetterstation | Seehöhe | Tiefstwert | Datum |
|---|---|---|---|
| St. Jakob im Defereggental | 1383 Meter | −2,4 Grad | 23. September |
| Flattnitz | 1437 Meter | −1,4 Grad | 25. September |
| Weitensfeld | 704 Meter | −0,4 Grad | 23. September |
| Sillian | 1081 Meter | −0,1 Grad | 23. September |
| Kals am Großglockner | 1352 Meter | 0,1 Grad | 23. September |
| Mallnitz | 1197 Meter | 0,8 Grad | 23. September |
Die Tabelle zeigt die sechs tiefsten Temperaturen, die im September 2026 an den Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe in Kärnten und Osttirol gemessen wurden.
Das Italientief brachte am 10. September bis zu 73 Liter Regen pro Quadratmeter
Beim Niederschlag unterscheidet sich der Süden deutlich vom übrigen Österreich. In Kärnten und Osttirol fehlten im September im Flächenmittel nur 7 Prozent auf das Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 ist sogar um 2 Prozent mehr Niederschlag gefallen.
Rund zwei Drittel des Monatsniederschlags hat das Italientief vom 9. bis 11. September gebracht. Bei einem solchen Tief strömt feuchte Luft vom Mittelmeer von Süden gegen die Alpen und regnet sich an deren Südseite ab, von Osttirol über das Gailtal und die Karawanken bis ins Lavanttal. Diesmal fiel vom Klagenfurter Becken über das Jauntal bis ins Lavanttal am meisten Niederschlag. Allein am Donnerstag, dem 10. September, sind im Durchschnitt aller 39 Wetterstationen 48 Liter pro Quadratmeter gefallen. Am meisten regnete es an diesem Tag in Ferlach mit 73 Litern pro Quadratmeter, ähnlich viel kam in Bad Eisenkappel und auf der Kanzelhöhe zusammen. An vielen Stationen ist damit an einem einzigen Tag mehr als die Hälfte des gesamten Monatsniederschlags gefallen. Nach dem 19. September hat es nur noch am 24. und 25. September stellenweise etwas geregnet.
Im ganzen Monat wurde am meisten Niederschlag in Feistritz ob Bleiburg gemessen, dort waren es 132 Liter pro Quadratmeter. In Völkermarkt kamen 129 Liter zusammen. Dazu passt, dass die Karte das Gebiet vom Klagenfurter Becken über das Jauntal bis ins Lavanttal grün zeigt, denn dort hat es mehr geregnet als in einem durchschnittlichen September. Deutlich weniger Niederschlag ist in Oberkärnten gefallen, wo das Italientief nicht mehr so viel Regen gebracht hat. In Großkirchheim waren es 67 Liter pro Quadratmeter und in Spittal an der Drau 71 Liter.
| Wetterstation | Seehöhe | Liter pro Quadratmeter |
|---|---|---|
| Hier ist am meisten Niederschlag gefallen. | ||
| Feistritz ob Bleiburg | 522 Meter | 132 |
| Völkermarkt-Goldbrunnhof | 466 Meter | 129 |
| Bad Eisenkappel | 623 Meter | 122 |
| Feldkirchen | 546 Meter | 120 |
| Klagenfurt Flughafen | 450 Meter | 120 |
| Hier ist am wenigsten Niederschlag gefallen. | ||
| Kölnbreinsperre | 1916 Meter | 59 |
| Großkirchheim | 1071 Meter | 67 |
| St. Jakob im Defereggental | 1383 Meter | 69 |
| Friesach | 640 Meter | 70 |
| Virgen | 1212 Meter | 70 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen mit dem meisten und unten die fünf Wetterstationen mit dem wenigsten Niederschlag im September 2026.
Seit Jänner fehlen in Kärnten und Osttirol 18 Prozent des Niederschlags
Trotz des Italientiefs bleibt die Jahresbilanz auch im Süden negativ. Von 1. Jänner bis Ende September ist in Kärnten und Osttirol um 18 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt gab es heuer nur im Februar und im Juni. Im März und im April ist dagegen jeweils nur rund ein Drittel der durchschnittlichen Menge gefallen.
In Kärnten und Osttirol schien die Sonne um fast ein Drittel länger als üblich
Die Sonne schien in Kärnten und Osttirol im September um 31 Prozent länger als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 waren es um 25 Prozent mehr Sonnenstunden. Seit 1961 gab es nur fünf September mit noch mehr Sonnenschein.
Die meisten Sonnenstunden wurden auf der Villacher Alpe gemessen, dort waren es 246 Stunden. In Bad Bleiberg schien die Sonne 240 Stunden lang. Am wenigsten Sonne gab es in Mallnitz mit 144 Stunden. In engen Tälern verschwindet die Sonne im Herbst früh hinter den Bergen, deshalb sind dort deutlich weniger Sonnenstunden möglich als im Klagenfurter Becken oder auf den Gipfeln.
| Wetterstation | Seehöhe | Sonnenstunden |
|---|---|---|
| Hier schien die Sonne am längsten. | ||
| Villacher Alpe | 2117 Meter | 246 |
| Bad Bleiberg | 909 Meter | 240 |
| Villach Stadt | 493 Meter | 237 |
| Kanzelhöhe | 1520 Meter | 236 |
| Sillian | 1081 Meter | 233 |
| Hier schien die Sonne am kürzesten. | ||
| Mallnitz | 1197 Meter | 144 |
| Kölnbreinsperre | 1916 Meter | 150 |
| Loibltunnel | 1097 Meter | 151 |
| Großkirchheim | 1071 Meter | 157 |
| Flattnitz | 1437 Meter | 178 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen mit den meisten und unten die fünf Wetterstationen mit den wenigsten Sonnenstunden im September 2026.
Das arktische Meereis hat seinen Tiefpunkt bereits hinter sich, und er ist heuer weniger schlimm ausgefallen als befürchtet
In der Arktis erreicht das Meereis jedes Jahr im September seine kleinste Ausdehnung, bevor es im Herbst wieder wächst. Heuer war das am 12. September der Fall, die Eisfläche betrug an diesem Tag 4,57 Millionen Quadratkilometer. Seither nimmt sie wieder zu, Ende September waren es bereits 5,34 Millionen Quadratkilometer.
Dabei war die Eisfläche im Winter und im Frühjahr so klein wie selten zuvor. Das Wintermaximum im März war das zweitniedrigste seit dem Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979, und von Jänner bis Juni lag die Eisfläche an 37 Tagen so niedrig wie an keinem dieser Kalendertage zuvor. Im Sommer ist das Eis dann aber langsamer geschmolzen als in vielen anderen Jahren. Das Minimum ist deshalb nur der zwölftniedrigste Wert der vergangenen 48 Jahre, und es liegt um mehr als 1,2 Millionen Quadratkilometer über dem bisher niedrigsten Wert von 3,34 Millionen Quadratkilometern aus dem Jahr 2012.
Ein Grund zur Entwarnung ist das nicht. Auch heuer war die Eisfläche im Minimum um rund 0,8 Millionen Quadratkilometer kleiner als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, das entspricht mehr als der neunfachen Fläche Österreichs. Wie sich das Meereis weiter entwickelt, zeigt unser täglich aktualisierter Meereis-Monitor.
Der Oktober beginnt in fast ganz Österreich trocken und sonnig
Das Hochdruckgebiet, das die letzte Septemberwoche bestimmt hat, bleibt vorerst über Mitteleuropa liegen. Bis mindestens 5. Oktober ist im Großteil Österreichs kein Regen in Sicht, nur im äußersten Westen können ein paar Liter pro Quadratmeter fallen. Tagsüber wird es mit der Sonne weiterhin mild, in den Nächten kühlt es in den Tälern stark ab. Für den Osten und den Norden des Landes bedeutet das, dass das große Niederschlagsdefizit weiter wächst. Die aktuellen Abweichungen von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein zeigen wir jeden Tag neu im Klimaspiegel für Österreich und im Klimaspiegel für Kärnten und Osttirol.
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Die Karten und die Flächenmittel beruhen auf dem Tagesgitter SPARTACUS von GeoSphere Austria mit einer Auflösung von einem Kilometer.
Die Höchst- und Tiefsttemperaturen in Kärnten und Osttirol sowie die Tagesmengen des Italientiefs stammen aus den Zehn-Minuten-Messungen der Wetterstationen von GeoSphere Austria, die Monatssummen von Niederschlag und Sonnenschein sowie alle österreichweiten Stationswerte aus den täglichen Klimadaten aller Stationen, die Septemberrekorde aus dem Vergleich mit den monatlichen Klimadaten seit Messbeginn. Bei den höchsten und tiefsten Temperaturen in Kärnten und Osttirol wurden nur Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe berücksichtigt. Die Daten zum Meereis stammen vom National Snow and Ice Data Center (Sea Ice Index, Version 4).