KLIMA & WETTER

Morgenfrost am Mittwoch, 26 Grad am Sonntag: 2026 wird wohl das wärmste Jahr seit Messbeginn – und warum der Regen trotz warmer Meere vorerst ausbleibt

| Mag. David Kaufmann | Mallnitz, Kärnten
Balkendiagramm mit der Überschrift Österreich: 2026 auf Kurs zum wärmsten Jahr seit Messbeginn. Dargestellt ist die Abweichung der Jahresmitteltemperatur vom Klimamittel 1961 bis 1990 seit 1850. Bis 1985 überwiegen negative Abweichungen, die letzten zehn Jahre liegen alle deutlich im Plus, 2026 ragt mit plus 3,3 Grad knapp über das bisherige Rekordjahr 2024 mit plus 3,2 Grad hinaus.
Österreich ist auf Kurs zum wärmsten Jahr seit Messbeginn: Von 1. Jänner bis 15. September 2026 liegt die Jahresmitteltemperatur 3,3 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990, das bisherige Rekordjahr 2024 kam auf plus 3,2 Grad. (Grafik: Tauernwetter, Daten: GeoSphere Austria)

In der Nacht auf Mittwoch beginnt um kurz nach 2 Uhr Früh auch kalendarisch der Herbst, und er zeigt gleich in seiner ersten Woche zwei Gesichter: Am Mittwoch sinken die Temperaturen in der Früh in Kärnten und Osttirol auf minus 3 bis 7 Grad, auch in anderen höher gelegenen Tälern Österreichs oder stellenweise im Waldviertel gibt es leichten Frost. Nur vier Tage später, am Sonntag, sind nach aktuellem Prognosestand bis zu 26 Grad möglich. Diese Wärme ist kein Ausreißer, sondern passt ins Bild eines außergewöhnlichen Jahres: Bis Mitte September liegt Österreich 3,3 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990 und damit vor dem bisherigen Rekordjahr 2024. Regen ist dabei bis Monatsende kaum in Sicht, obwohl Mittelmeer und Atlantik so warm sind wie nie zuvor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Morgenfrost am Mittwoch: In höher gelegenen Tälern, vor allem in den Alpen, sowie stellenweise im Waldviertel sinken die Temperaturen in der Früh unter den Gefrierpunkt, in den Talböden der Tauern und Osttirols auf bis zu minus 3 Grad.
  • Bis zu 26 Grad am Sonntag: Schon am Samstag werden österreichweit 16 bis 25 Grad erreicht, am Sonntag sind nach aktuellem Prognosestand bis zu 26 Grad möglich.
  • Kaum Niederschlag bis Monatsende: Das KI-Modell AIFS rechnet bis zum 30. September österreichweit nur mit 1 bis 10 Litern pro Quadratmeter, am meisten entlang der Nordalpen.
  • Blockadelage als Ursache: Ein kräftiges Hoch über Westeuropa lenkt die Atlantiktiefs weit nach Norden ab. Ohne Kaltlufttrog über Frankreich entsteht auch kein Italientief, und die sehr warmen Meere können ihr Potenzial nicht ausschöpfen.
  • 2026 auf Rekordkurs: Von 1. Jänner bis 15. September liegt Österreich bei plus 3,3 Grad gegenüber 1961 bis 1990, 2024 kam auf plus 3,2 Grad. Die Langfristmodelle rechnen bis Jahresende weiterhin mit überdurchschnittlicher Wärme.
  • Hoffnung für das vierte Quartal: Für Oktober bis Dezember zeigen die saisonalen Modelle eine Tendenz zu größeren Niederschlagsmengen – ein vorsichtig optimistisches Signal für die Trockenheit.

2026 auf Kurs zum wärmsten Jahr seit Messbeginn

Der Blick auf die Jahresmitteltemperatur Österreichs seit 1850 macht deutlich, wie weit sich das Jahr 2026 bereits vom historischen Normalzustand entfernt hat. Von 1. Jänner bis 15. September liegt die Abweichung vom Klimamittel 1961 bis 1990 bei plus 3,3 Grad. Das bisherige Rekordjahr 2024 kam auf plus 3,2 Grad, und auch das ist bemerkenswert: Zwei Jahre, die Kopf an Kopf an der Spitze einer 176 Jahre langen Messreihe liegen.

Natürlich ist das noch keine fertige Jahresbilanz. Ein sehr kalter Spätherbst und ein kalter Dezember könnten den Vorsprung noch aufzehren, denn die letzten dreieinhalb Monate fließen mit vollem Gewicht in den Jahresmittelwert ein. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Die Langfristmodelle berechnen für den Rest des Jahres weiterhin eine Tendenz zu überdurchschnittlich warmem Wetter. Wenn sich diese Temperaturprognose auch nur annähernd bewahrheitet, wird 2026 nach dem wärmsten Sommer seit Messbeginn auch das wärmste Jahr der österreichischen Messgeschichte.

Balkendiagramm der Abweichung der Jahresmitteltemperatur Österreichs vom Klimamittel 1961 bis 1990 für die Jahre 1850 bis 2026: Bis in die 1980er-Jahre überwiegen blaue Balken mit negativen Abweichungen, seither fast nur rote Balken mit positiven Abweichungen, 2024 mit plus 3,2 Grad und 2026 bis 15. September mit plus 3,3 Grad als höchste Werte der Messreihe.
Jahresmitteltemperatur in Österreich seit 1850, dargestellt als Abweichung vom Klimamittel 1961 bis 1990. Der Wert für 2026 umfasst den Zeitraum 1. Jänner bis 15. September. (Grafik: Tauernwetter, Daten: GeoSphere Austria)

Aufschlussreicher als der Rekord selbst ist das Muster dahinter. Bis in die frühen 1980er-Jahre reihen sich in der Grafik fast ausschließlich negative Abweichungen aneinander, kühle Jahre waren der Normalfall. Seither hat sich das Vorzeichen umgedreht: Die letzten rund zehn Jahre liegen alle deutlich zwischen plus 1,5 und plus 2,5 Grad, ein einzelnes kühles Jahr kommt praktisch nicht mehr vor. Was früher ein Ausnahmejahr war, ist heute Durchschnitt – und der neue Rekord liegt nicht Zehntelgrade, sondern ein ganzes Grad über dem, was in den 1990er-Jahren als warm galt.

Für den Alltag heißt das: längere Vegetationsperioden, früherer Austrieb im Frühjahr, mehr Verdunstung im Sommer. Gerade der letzte Punkt ist im Zusammenhang mit der aktuellen Trockenheit entscheidend. Denn selbst bei gleichbleibenden Niederschlagsmengen verliert eine wärmere Landschaft mehr Wasser an die Atmosphäre, und heuer waren die Niederschlagsmengen alles andere als gleichbleibend.

Bis Monatsende fällt kaum noch Regen

Der September verabschiedet sich niederschlagsarm. Die Karte des KI-Modells AIFS des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage zeigt die aufsummierte Niederschlagsmenge bis Mittwoch, 30. September, 20 Uhr, und sie ist bemerkenswert leer: Österreichweit kommen bis Monatsende nur 1 bis 10 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das Maximum liegt entlang der Nordalpen, wo im Nordstau von Salzburg über Oberösterreich bis in die nördliche Steiermark 7 bis 15 Liter berechnet werden. Im äußersten Osten, im Süden sowie im Westen des Landes bleibt es bei 1 bis 5 Litern oder noch weniger.

Karte Mitteleuropas mit der vom KI-Modell AIFS berechneten akkumulierten Niederschlagsmenge bis 30. September 2026: Österreich fast durchgehend in hellen Farbtönen mit 1 bis 10 Litern pro Quadratmeter, ein schmaler grüner Streifen mit 7 bis 15 Litern entlang der Nordalpen von Salzburg über Oberösterreich bis in die Steiermark, Kärnten, Osttirol und der Osten nahezu niederschlagsfrei.
Die Karte zeigt die vom KI-Modell AIFS erwartete akkumulierte Niederschlagsmenge bis Mittwoch, 30. September 2026, 20 Uhr MESZ (Prognosestunde 210, Lauf vom 22. September, 0 UTC). Österreichweit fallen bis Monatsende nur wenige Liter pro Quadratmeter. (Grafik: Tauernwetter, Daten: ECMWF)

Nennenswert ist in dieser Woche nur der Donnerstag, wenn an der Alpennordseite ein paar Schauer und örtlich auch Gewitter durchziehen. Flächendeckender, ergiebiger Regen ist das nicht, und für die Bilanz des Monats spielt er keine Rolle mehr.

Beim Niederschlagsdefizit muss man derzeit genau hinsehen, denn die Lage ist regional sehr unterschiedlich. In Teilen Südösterreichs hat sich die Situation zuletzt spürbar entspannt: Das Italientief vom 9. und 10. September brachte Kärnten und Osttirol die ergiebigsten Regenfälle seit Monaten. Auch im westlichen Oberösterreich hat sich das Defizit in den vergangenen Wochen etwas gemildert. Das ändert aber nichts am größeren Bild: Flächendeckende, ergiebige Niederschlagsmengen für ganz Österreich sind weiterhin nicht in Sicht, und im Osten und Nordosten bleibt die Trockenheit ein ungelöstes Problem.

Warum trotz warmer Meere kein Tief kommt

Die Frage stellt sich derzeit berechtigterweise: Das Mittelmeer und weite Teile des Nordatlantiks sind außergewöhnlich warm, und warmes Wasser gilt gemeinhin als Treibstoff für Tiefdruckgebiete. Warum also passiert nichts? Die Antwort liefert ein Blick auf die Höhenwetterkarte für Freitag.

Karte Europas und des Nordatlantiks mit dem vom Modell GFS berechneten Geopotential in 500 Hektopascal und dem Bodendruck für Freitag, 25. September 2026, 8 Uhr: Ein kräftiges Hoch mit bis zu 1030 Hektopascal westlich der Britischen Inseln über Biskaya und Frankreich, ein tiefes Atlantiktief mit rund 970 Hektopascal südlich von Grönland und Island, über dem Alpenraum rot eingefärbtes hohes Geopotential von 570 bis 580 Geopotentialdekametern und ein schwaches Tief über dem Baltikum.
Geopotential in 500 Hektopascal und Bodendruck für Freitag, 25. September 2026, 8 Uhr MESZ (Prognosestunde 78, Lauf vom 22. September, 0 UTC). Das kräftige Hoch über Westeuropa versperrt den Atlantiktiefs den Weg nach Mitteleuropa. (Grafik: Tauernwetter, Daten: NOAA)

Das Modell GFS berechnet für Freitagfrüh ein kräftiges Hochdruckgebiet über Westeuropa, das von der Biskaya über Frankreich bis zu den Britischen Inseln reicht. Westlich von Irland steigt der Bodendruck auf rund 1030 Hektopascal. Weit draußen im Atlantik, südlich von Grönland und Island, liegt gleichzeitig ein tiefes Sturmtief mit etwa 970 Hektopascal – also durchaus Dynamik, aber an der falschen Stelle. Dieses Tief kommt nicht nach Mitteleuropa voran, weil das Hoch wie eine Mauer im Weg steht. Über dem Alpenraum selbst zeigt die Karte hohes Geopotential von 570 bis 580 Geopotentialdekametern, in der Grafik kräftig rot eingefärbt. Das ist das Signal für warme, ruhige und trockene Luft in der Höhe.

Meteorologen sprechen von einer Blockadelage: Ein stationäres Hoch lenkt die Westströmung samt ihren Tiefdruckgebieten weit nach Norden ab. Die Tiefs ziehen dann über Island und Skandinavien hinweg, während Mitteleuropa am Südrand dieser Umleitung im Trockenen bleibt. Solange sich an dieser Konstellation nichts ändert, kommt von Westen her schlicht nichts an.

Und die Italientiefs, die Kärnten und Osttirol sonst den Großteil ihres Herbstregens bringen? Die scheitern an derselben Blockade. Ein Italientief entsteht nicht von selbst über dem warmen Mittelmeer, sondern braucht einen Auslöser aus der Höhe: einen Kaltlufttrog, der von Nordwesten oder Westen über Frankreich hinweg ins westliche Mittelmeer vorstößt. Erst dann kann sich im Golf von Genua oder über der Adria ein Tief bilden, das die feuchte Mittelmeerluft nach Norden gegen die Alpensüdseite führt. Genau dieser Vorstoß ist bei der aktuellen Wetterlage nicht möglich, weil sich das Hoch genau dort über Frankreich festgesetzt hat.

Das warme Meer ist also kein Selbstläufer. Es liefert Feuchte und Energie, und wenn ein Tief einmal da ist, fällt der Regen deshalb ergiebiger aus als früher. Den Anstoß zur Tiefdruckbildung muss aber die Höhenströmung geben. Fehlt der Trog, bleibt das Potenzial des Meeres ungenutzt – so wie derzeit.

Hintergrund

Wie ein Italientief entsteht

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Am Anfang steht fast immer ein Kaltlufttropfen oder ein Höhentrog, der aus Nordwesten über Frankreich nach Süden ausgreift. Die kalte Luft in der Höhe trifft dabei auf die vergleichsweise warme Luft über dem Mittelmeer. Dieser Temperaturgegensatz auf engem Raum ist der eigentliche Motor: Die Luftschichtung wird labil, die Luft beginnt aufzusteigen, der Bodendruck fällt. Zusätzlich schirmen die Alpen die nachströmende Kaltluft ab, sodass sich das entstehende Tief bevorzugt im Lee der Alpen über dem Golf von Genua bildet. Meteorologen nennen das Leezyklogenese.

Zieht dieses Tief dann nach Osten Richtung Adria, dreht die Strömung auf seiner Vorderseite auf Süd bis Südost. Nun wird feuchte, energiereiche Mittelmeerluft gegen die Karnischen Alpen und die Karawanken geführt, wo sie aufsteigen muss und abregnet. Genau deshalb fällt bei Italientiefs in Kärnten und Osttirol oft ein Vielfaches dessen, was nördlich des Alpenhauptkamms ankommt.

Die Temperatur des Meerwassers bestimmt dabei vor allem, wie viel Feuchtigkeit die Luft aufnehmen kann: Pro Grad Erwärmung sind es rund sieben Prozent mehr Wasserdampf. Ein warmes Mittelmeer macht Italientiefs also ergiebiger. Es erzeugt sie aber nicht. Ohne Höhentrog fehlt der Auslöser, und dann bleibt auch ein rekordwarmes Meer wettertechnisch still.

Langfristprognose: Tendenz zu mehr Niederschlag bis Jahresende

Über den Oktober hinaus gibt es zumindest ein vorsichtig optimistisches Signal. Die Langfristmodelle, allen voran die saisonale Prognose des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage und das Multi-Modell des Copernicus-Klimadienstes C3S, berechnen für Oktober bis Dezember weiterhin eine Tendenz zu größeren Niederschlagsmengen. Das würde bedeuten, dass sich die angespannte Lage bis zum Jahresende zumindest teilweise entspannt.

Solche Prognosen sind allerdings mit Bedacht zu lesen. Im Alpenraum haben saisonale Vorhersagen nicht die höchste Eintreffwahrscheinlichkeit, weil das Gebirge das Wettergeschehen kleinräumig steuert und die Modelle mit ihrer groben Auflösung genau das nicht abbilden können. Sie liefern keine Aussage darüber, wann und wo es regnen wird, sondern nur, ob ein Zeitraum insgesamt eher zu nass oder eher zu trocken ausfällt. Eine belastbare Monatsprognose ist das nicht, wohl aber ein Hinweis auf die grundsätzliche Richtung.

Bei der Temperatur zeigen dieselben Modelle in eine klare Richtung: überdurchschnittlich warm bis Jahresende. Beides zusammen – mehr Niederschlag, aber weiterhin mild – wäre für die Wasserbilanz immerhin besser als eine Fortsetzung der aktuellen Blockadelage.

5-Tage-Prognose für Kärnten und Osttirol

Die nächsten Tage bringen in Kärnten und Osttirol viel Sonne und frische Morgenstunden. Am Mittwoch sinken die Frühwerte am tiefsten, der Donnerstag wird mit bis zu 22 Grad vorübergehend sehr mild, ehe der Freitag wieder etwas kühler ausfällt. Zum Wochenende steigen dann vor allem die Frühwerte deutlich an.

Meteogramm des Modells ICON-CH2 für Lienz vom 22. bis 27. September 2026 mit Temperatur, Taupunkt, Niederschlag, Windböen, Luftdruck und Wolkenbedeckung: Die Temperaturkurve sinkt in der Nacht auf Mittwoch bis knapp an den Gefrierpunkt, der Taupunkt liegt bei minus 5 Grad, Niederschlag wird über den gesamten Zeitraum keiner berechnet, am Samstag steigt die Temperatur auf 23 Grad.
Meteogramm für Lienz nach dem Schweizer Modell ICON-CH2 (Lauf vom 22. September, 0 UTC): In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Temperatur bis knapp an den Gefrierpunkt, bei sehr trockener Luft mit Taupunkten um minus 5 Grad ist in den Talböden stellenweise Reif und leichter Frost möglich. Niederschlag berechnet das Modell bis Sonntag keinen, am Samstag steigt die Temperatur auf rund 23 Grad. (Grafik: Tauernwetter, Daten: MeteoSwiss)
TagWetterFrühwerteFrüh (°C)HöchstwerteMax (°C)2000 m2000 m (°C)
Dienstag, 22. 9.Di, 22.9.sonnig, im Osten Wolkenfelder−1 bis 8 °C12 bis 20 °Cum 4 °C
Mittwoch, 23. 9.Mi, 23.9.sehr sonnig, am Abend Wolken−3 bis 7 °C12 bis 19 °Cum 5 °C
Donnerstag, 24. 9.Do, 24.9.wolkig, im Osten etwas Regen−1 bis 10 °C14 bis 22 °Cum 10 °C
Freitag, 25. 9.Fr, 25.9.verbreitet sonnig, etwas kühler0 bis 13 °C12 bis 18 °Cum 6 °C
Samstag, 26. 9.Sa, 26.9.sonnig und mild, abends Wolken3 bis 17 °C15 bis 21 °Cum 10 °C

Die Werte für 2000 Meter Seehöhe beziehen sich auf die Mittagszeit.

Heute, Dienstag

Ein sonniger Spätsommertag. In etlichen Landesteilen bleibt der Himmel den ganzen Tag über beinahe wolkenlos, nur im Osten ziehen zwischendurch ein paar Wolkenfelder durch. Auf den Bergen im Norden weht lebhafter Nordwind mit Böen um 70 km/h. Die Frühwerte liegen zwischen minus 1 Grad im Defereggental und 8 Grad im föhnigen Mölltal, die Höchstwerte erreichen 12 bis 20 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 4 Grad.

Morgen, Mittwoch

Auch der Mittwoch bringt viel Sonne, im Westen des Landes bleibt es bis in den Nachmittag hinein wolkenlos. Erst am Abend ziehen von Westen her dichtere Wolken auf, es bleibt aber überall trocken. Der Wind weht nur schwach aus Südost. Der Tag startet frisch mit minus 3 bis 7 Grad, am Nachmittag werden 12 bis 19 Grad erreicht. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 5 Grad.

Übermorgen, Donnerstag

Am Donnerstag ziehen zunächst dichtere Wolkenfelder durch, in Osttirol lockert es am Nachmittag wieder auf. Ab Mittag können im Klagenfurter Becken und in Unterkärnten ein paar Regentropfen fallen, viel kommt dabei aber nicht zusammen. Bei schwachem Nordwind wird es sehr mild: Die Frühwerte liegen zwischen minus 1 und 10 Grad, die Höchstwerte zwischen 14 und 22 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 10 Grad.

Freitag

Am Freitag scheint nach aktuellem Prognosestand verbreitet die Sonne, in Osttirol und in den Tauern bleibt der Himmel wolkenlos. Es wird etwas kühler: Nach Frühwerten von 0 bis 13 Grad werden Höchstwerte von 12 bis 18 Grad erreicht. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 6 Grad.

Samstag

Der Samstag verläuft voraussichtlich noch einmal sonnig und mild, erst am Abend ziehen von Westen her Wolken auf. Nach Frühwerten von 3 bis 17 Grad erreichen die Temperaturen 15 bis 21 Grad, in 2000 Meter Seehöhe hat es um 10 Grad.

5-Tage-Prognose für Österreich

Österreichweit beginnt die Woche noch windig und an der Alpennordseite unbeständig. Danach übernimmt der Hochdruckeinfluss, nur der Donnerstag bringt mit Schauern und örtlichen Gewittern eine Unterbrechung. Zum Wochenende hin wird es deutlich milder.

TagWetterHöchstwerteMax (°C)2000 m2000 m (°C)
Dienstag, 22. 9.Di, 22.9.Wolken und Sonne, windig, im Norden vormittags Regen9 bis 20 °Cum 4 °C
Mittwoch, 23. 9.Mi, 23.9.verbreitet sonnig, in der Früh kalt12 bis 24 °Cum 6 °C
Donnerstag, 24. 9.Do, 24.9.wolkig und windig, Schauer und Gewitter13 bis 23 °Cum 7 °C
Freitag, 25. 9.Fr, 25.9.im Süden Frühnebel, ab Mittag sonnig13 bis 22 °Cum 6 °C
Samstag, 26. 9.Sa, 26.9.sonnig und milder, örtlich Frühnebel16 bis 25 °Cum 10 °C

Die Werte für 2000 Meter Seehöhe beziehen sich auf die Mittagszeit.

Heute, Dienstag

Am Dienstag wechseln sich Wolken und sonnige Abschnitte ab, dazu bleibt es windig. An der Alpennordseite fällt am Vormittag noch zeitweise etwas Regen, oberhalb von rund 1600 Meter als Schnee. Im Westen und im Süden überwiegt der Sonnenschein fast durchgehend, der Niederschlag hört bis Mittag weitgehend auf. Der Nordwind bleibt lebhaft, in Gipfellagen weht er kräftig. Die Höchstwerte liegen zwischen 9 und 20 Grad, im Westen und Süden sind einzelne Werte darüber möglich. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 4 Grad.

Morgen, Mittwoch

Am Mittwoch scheint von der Früh an verbreitet die Sonne, nur örtlich lösen sich Nebelfelder erst langsam auf. Im Westen kommen besonders viele Sonnenstunden zusammen, im Osten ziehen zwischendurch dichtere Wolken durch. Der Nordwestwind bleibt lediglich im Osten und in den Bergen lebhaft. In der Früh ist es kalt, in höher gelegenen Tälern gibt es stellenweise leichten Frost. Die Höchstwerte liegen zwischen 12 und 24 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 6 Grad.

Übermorgen, Donnerstag

Am Donnerstag überwiegen die Wolken, dazu bleibt der Tag ausgesprochen windig. Im Tagesverlauf entstehen Regenschauer und örtlich auch Gewitter, zwischendurch kommt die Sonne durch. Im Süden bleibt es dagegen länger trocken. Der Westwind wird stark, auf den Bergen weht er stürmisch. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 23 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 7 Grad.

Freitag

Am Freitag halten sich in der Früh in den Becken und Tälern des Südens Nebel und Hochnebel, sonst ziehen ein paar Wolken durch. Ab Mittag setzen sich die sonnigen Phasen länger durch, der Wind weht nur zeitweise spürbar. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 22 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 6 Grad.

Samstag

Am Samstag scheint nach heutigem Stand den ganzen Tag über die Sonne, nur örtlich beginnt der Tag mit Frühnebel. Zugleich wird es milder, die Höchstwerte liegen zwischen 16 und 25 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 10 Grad.

Wie verbreitet die Wärme zum Wochenende ausfällt, zeigt der Blick in die Ensemble-Prognose. Für Linz rechnet der Großteil der 30 Mitglieder des amerikanischen Ensembles ab Samstag mit Höchstwerten von 20 bis 25 Grad, einzelne Mitglieder sogar knapp darüber. Die 25 Grad könnten am Sonntag in tiefen Lagen recht verbreitet erreicht werden, und zwar nicht nur im Süden, sondern auch im Donauraum und im Osten.

Ensemble-Diagramm des amerikanischen Modells GEFS für Linz vom 22. September bis 4. Oktober 2026 mit 30 Mitgliedern, Hauptlauf, Kontrolllauf und Ensemble-Mittel für Temperatur in zwei Metern und Niederschlag: Ab Samstag, 26. September, steigen die Tageshöchstwerte der meisten Mitglieder auf 20 bis 25 Grad, der Niederschlag bleibt bis Monatsende nahe null.
Ensemble-Prognose des amerikanischen Modells GEFS für Linz (Lauf vom 22. September, 0 UTC, 30 Mitglieder): Ab dem Wochenende liegen die Höchstwerte der meisten Mitglieder zwischen 20 und 25 Grad, nennenswerter Niederschlag ist bis in den Oktober hinein kaum dabei. (Grafik: Tauernwetter, Daten: NOAA GEFS)

Und am Sonntag bis zu 26 Grad

Der Sonntag liegt bereits jenseits der Fünftagesprognose, die Aussage stützt sich also auf die Tendenz der Modelle und ist entsprechend unsicherer. Nach aktuellem Prognosestand wird der 27. September aber der wärmste Tag der Woche: Die Höchstwerte könnten in tiefen Lagen recht verbreitet 25 Grad erreichen, örtlich sind bis zu 26 Grad möglich. Vom Morgenfrost am Mittwoch bis zu spätsommerlichen 26 Grad am Sonntag liegen damit nur vier Tage – ein Kontrast, den es in dieser Form fast nur im September gibt, wenn die Nächte schon lang und die Sonne mittags noch kräftig ist. Aktuelle Karten und Modellläufe gibt es laufend auf der Modellseite und in den Ensemble-Prognosen.

Lizenzen

Folgende Rohdaten wurden bezogen unter CC BY 4.0:

GeoSphere Austria: Klimadaten Österreich (Jahresmitteltemperatur seit 1850)

ECMWF: AIFS Open Data (Niederschlagsprognose bis 30. September)

MeteoSwiss: ICON-CH2 Open Data (Meteogramm Lienz)

Weitere Rohdaten: NOAA GFS (Geopotential und Bodendruck, gemeinfrei); NOAA GEFS (Ensemble-Prognose Linz, gemeinfrei); Copernicus Climate Change Service (C3S) (saisonale Multi-Modell-Prognosen)

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