Der Oktober 2026 war zu trocken, seit Jänner fehlt in Österreich ein Drittel des Niederschlags
Von Jänner bis Oktober ist so wenig Niederschlag gefallen wie noch nie seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen.
Der Oktober 2026 war in Österreich um 1,1 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, und es ist um 39 Prozent weniger Niederschlag gefallen. Damit waren neun der zehn Monate seit Jänner zu trocken. Von Jänner bis Oktober fehlt in Österreich ein Drittel des üblichen Niederschlags, so viel wie noch nie seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen. Am 1. Oktober wurden an vielen Wetterstationen noch mehr als 25 Grad gemessen, in der letzten Woche gab es dann verbreitet Frost.
Das Wichtigste in Kürze
Österreich im Oktober 2026
GradTemperatur
ProzentNiederschlag
ProzentSonnenschein
Kärnten und Osttirol im Oktober 2026
GradTemperatur
ProzentNiederschlag
ProzentSonnenschein
Alle Werte sind Abweichungen vom Mittel der Jahre 1991 bis 2020.
- Von Jänner bis Oktober ist in Österreich so wenig Niederschlag gefallen wie noch nie seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen.
- In Wien fehlten im Oktober 62 Prozent des Niederschlags, in der Steiermark 54 Prozent und in Kärnten 50 Prozent.
- Nur in Vorarlberg hat es im Oktober so viel geregnet wie im langjährigen Mittel.
- Am 1. Oktober wurden an 47 Wetterstationen noch mindestens 25 Grad gemessen, am 23. Oktober gab es an mehr als der Hälfte aller Stationen Frost.
- Ein Italientief brachte am 21. Oktober im Gailtal bis zu 81 Liter Regen pro Quadratmeter.
So verlief der Oktober 2026 in Österreich
Der Oktober begann so, wie der September aufgehört hatte. Ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa brachte viel Sonne und am Nachmittag spätsommerliche Wärme. Am 1. Oktober wurden an 47 der 273 Wetterstationen in Österreich mindestens 25 Grad gemessen, am wärmsten war es mit 27,8 Grad in Wieselburg in Niederösterreich. In Linz Stadt waren es 26,6 Grad, um ein Zehntelgrad mehr als der bisherige Oktoberhöchstwert der Messreihe aus dem Jahr 2023. Am 7. Oktober gab es noch einmal an 35 Stationen einen Sommertag. Insgesamt kamen 68 Stationen im Oktober auf mindestens einen Tag mit 25 Grad oder mehr, in Bad Vöslau waren es sogar sechs. Insgesamt gab es im Oktober an sieben Tagen irgendwo in Österreich mindestens 25 Grad, im langjährigen Mittel sind es drei.
Mit einer Kaltfront am 8. Oktober wurde es kühler, und im Westen regnete es ergiebig. In Alberschwende im Bregenzerwald fielen an diesem Tag 54 Liter pro Quadratmeter, im Osten und im Süden waren es meist nur ein paar Liter. Danach kühlte es in den klaren Nächten wieder stark ab, am 13. Oktober meldeten 77 Wetterstationen Frost. Erst am 21. Oktober brachte ein Italientief Regen in fast ganz Österreich, am meisten im Süden. Danach strömte kalte Luft ein. Am Morgen des 23. Oktober meldeten 165 der 275 Wetterstationen Frost. Unter 1500 Meter Seehöhe war es mit minus 8,0 Grad in Liebenau im Mühlviertel am kältesten. Auch in der letzten Oktoberwoche sank die Temperatur in den Nächten immer wieder unter den Gefrierpunkt.
Österreich war im Oktober um 1,1 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020
Im Flächenmittel lag die Temperatur in Österreich im Oktober um 1,1 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber dem älteren Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990 beträgt die Abweichung 1,6 Grad. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen waren 14 Oktobermonate wärmer. Am wärmsten war der Oktober 2023, der um 3,4 Grad über dem Mittel lag.
Zu warm war es in allen neun Bundesländern. Am größten war die Abweichung in Wien mit 1,6 Grad, in Oberösterreich, Niederösterreich, Vorarlberg und im Burgenland waren es jeweils 1,3 Grad. Am kleinsten war sie in der Steiermark und in Kärnten mit jeweils 0,9 Grad. Auf der Karte ist der Norden des Landes vom Innviertel bis ins Weinviertel kräftiger rot eingefärbt als der Süden. In der Oststeiermark lag die Temperatur stellenweise fast genau im langjährigen Mittel. Dazu haben die kalten Nächte beigetragen, denn in der trockenen Luft kühlte es nach Sonnenuntergang rasch ab.
Die höchsten und die tiefsten Temperaturen des Monats an den österreichischen Wetterstationen zeigen die beiden folgenden Tabellen.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Höchstwert | Datum |
|---|---|---|---|---|
| WieselburgNiederösterreich | Niederösterreich | 259 Meter | 27,8 Grad | 1. Oktober |
| Waidhofen an der YbbsNiederösterreich | Niederösterreich | 384 Meter | 27,6 Grad | 1. Oktober |
| HaimingTirol | Tirol | 659 Meter | 27,0 Grad | 1. Oktober |
| MelkNiederösterreich | Niederösterreich | 307 Meter | 27,0 Grad | 1. Oktober |
| Bad VöslauNiederösterreich | Niederösterreich | 266 Meter | 27,0 Grad | 7. Oktober |
| WeyerOberösterreich | Oberösterreich | 426 Meter | 26,9 Grad | 1. Oktober |
Die Tabelle zeigt die sechs höchsten Temperaturen, die im Oktober 2026 an den Wetterstationen in Österreich gemessen wurden.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Tiefstwert | Datum |
|---|---|---|---|---|
| Liebenau-GuguOberösterreich | Oberösterreich | 846 Meter | −8,0 Grad | 23. Oktober |
| Schwarzau im FreiwaldNiederösterreich | Niederösterreich | 788 Meter | −7,3 Grad | 23. Oktober |
| St. Michael im LungauSalzburg | Salzburg | 1052 Meter | −5,5 Grad | 23. Oktober |
| SeckauSteiermark | Steiermark | 872 Meter | −5,3 Grad | 23. Oktober |
| FlattnitzKärnten | Kärnten | 1437 Meter | −5,1 Grad | 25. Oktober |
| St. Jakob im DefereggentalTirol | Tirol | 1383 Meter | −5,0 Grad | 23. Oktober |
Die Tabelle zeigt die sechs tiefsten Temperaturen, die im Oktober 2026 an den Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe in Österreich gemessen wurden.
Im Oktober ist in Österreich um 39 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im langjährigen Mittel
Im Oktober ist in Österreich um 39 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Im Vergleich mit den Jahren 1961 bis 1990 beträgt das Defizit 23 Prozent. Ganz ungewöhnlich ist ein so trockener Oktober nicht. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen gab es 15 Oktobermonate, die noch trockener waren, am trockensten war der Oktober 1965, in dem fast gar kein Niederschlag gefallen ist.
Am wenigsten hat es im Osten und im Süden geregnet. In Wien fehlten 62 Prozent, in der Steiermark 54 Prozent und im Bundesland Kärnten 50 Prozent. An der Wetterstation Graz Universität kamen im ganzen Monat nur 13 Liter pro Quadratmeter zusammen, auf der Hohen Warte in Wien waren es 15 Liter. Ganz anders war es im Westen, wo die Fronten der Tiefdruckgebiete vom Atlantik öfter Regen gebracht haben. In Vorarlberg ist genau so viel Niederschlag gefallen wie im langjährigen Mittel, im Bregenzerwald und im Tiroler Außerfern stellenweise sogar etwas mehr. Wie groß die Abweichung in jedem Bundesland war, zeigt die Tabelle unter der Karte.
| Bundesland | Temperatur | Niederschlag | Sonnenschein |
|---|---|---|---|
| Wien | +1,6 Grad | −62 Prozent | +47 Prozent |
| Steiermark | +0,9 Grad | −54 Prozent | +16 Prozent |
| Kärnten | +0,9 Grad | −50 Prozent | +14 Prozent |
| Burgenland | +1,3 Grad | −47 Prozent | +45 Prozent |
| Niederösterreich | +1,3 Grad | −46 Prozent | +37 Prozent |
| Salzburg | +1,1 Grad | −30 Prozent | −2 Prozent |
| Tirol | +1,2 Grad | −25 Prozent | +6 Prozent |
| Oberösterreich | +1,3 Grad | −22 Prozent | +14 Prozent |
| Vorarlberg | +1,3 Grad | 0 Prozent | +5 Prozent |
| Österreich | +1,1 Grad | −39 Prozent | +18 Prozent |
Die Werte sind Flächenmittel über das jeweilige Bundesland. Osttirol ist in dieser Tabelle im Wert für Tirol enthalten.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Liter pro Quadratmeter |
|---|---|---|---|
| Hier ist am meisten Niederschlag gefallen. | |||
| RudolfshütteSalzburg | Salzburg | 2317 Meter | 183 |
| SchröckenVorarlberg | Vorarlberg | 1244 Meter | 177 |
| AlberschwendeVorarlberg | Vorarlberg | 715 Meter | 175 |
| FeuerkogelOberösterreich | Oberösterreich | 1618 Meter | 147 |
| Laterns-GapfohlVorarlberg | Vorarlberg | 1559 Meter | 144 |
| Hier ist am wenigsten Niederschlag gefallen. | |||
| Retz WindmühleNiederösterreich | Niederösterreich | 320 Meter | 9 |
| Leiser BergeNiederösterreich | Niederösterreich | 456 Meter | 9 |
| Wiener Neustadt FlugplatzNiederösterreich | Niederösterreich | 275 Meter | 9 |
| SchöcklSteiermark | Steiermark | 1443 Meter | 10 |
| Wien UnterlaaWien | Wien | 200 Meter | 10 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen Österreichs mit dem meisten und unten die fünf mit dem wenigsten Niederschlag im Oktober 2026.
Von Jänner bis Oktober ist in Österreich so wenig Niederschlag gefallen wie noch nie seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen
Der Oktober war bereits der neunte Monat des Jahres, in dem weniger Niederschlag gefallen ist als üblich. Nasser als im langjährigen Durchschnitt war heuer nur der Februar. Von 1. Jänner bis 31. Oktober ist in Österreich um 33 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 beträgt das Defizit 30 Prozent. Das ist das größte Defizit für diesen Zeitraum seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen. Bisher hielt das Jahr 1971 den Rekord, damals fehlten von Jänner bis Oktober 28 Prozent.
In sieben der neun Bundesländer war es von Jänner bis Oktober so trocken wie noch nie seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen. Am größten ist das Defizit in Niederösterreich, im Burgenland und in Wien mit jeweils 39 Prozent, in Oberösterreich sind es 37 Prozent. Nur in Kärnten und in Tirol, wo jeweils rund ein Viertel fehlt, waren einzelne Jahre noch trockener. Auch die Messreihen der einzelnen Wetterstationen zeigen, wie außergewöhnlich die Lage ist. An 74 der 157 Stationen, die seit mindestens 30 Jahren messen, ist von Jänner bis Oktober so wenig Niederschlag gefallen wie in keinem Jahr zuvor. Auf der Hohen Warte in Wien waren es 345 Liter pro Quadratmeter, das ist der niedrigste Wert der seit 1856 bestehenden Messreihe. Das bisherige Minimum lag im Jahr 1932 bei 348 Litern. In Wiener Neustadt fiel mit 278 Litern pro Quadratmeter nur rund die Hälfte des Üblichen, und auch in Salzburg und in Kremsmünster, wo seit 1874 gemessen wird, war es noch nie so trocken. Bleibt das Defizit bis zum Jahresende bei rund einem Drittel, wäre 2026 das trockenste Jahr der österreichischen Messgeschichte.
Die Sonne schien in Österreich um 18 Prozent länger als im Durchschnitt
Im Flächenmittel gab es in Österreich um 18 Prozent mehr Sonnenstunden als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 waren es um 10 Prozent mehr. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen gab es 17 Oktobermonate mit noch mehr Sonnenschein.
Besonders sonnig war es dort, wo am wenigsten Regen gefallen ist. In Wien schien die Sonne um 47 Prozent länger als im Mittel, im Burgenland um 45 Prozent und in Niederösterreich um 37 Prozent. In Andau im Seewinkel und am Flughafen Schwechat wurden jeweils 204 Sonnenstunden gezählt. Im Salzburger Land gab es dagegen etwas weniger Sonne als üblich, weil sich dort bei Nordwestwind öfter Wolken an den Bergen gestaut haben.
| Wetterstation | Bundesland | Seehöhe | Sonnenstunden |
|---|---|---|---|
| Hier schien die Sonne am längsten. | |||
| AndauBurgenland | Burgenland | 117 Meter | 204 |
| Schwechat FlughafenNiederösterreich | Niederösterreich | 183 Meter | 204 |
| Podersdorf StrandbadBurgenland | Burgenland | 116 Meter | 197 |
| BruckneudorfBurgenland | Burgenland | 166 Meter | 196 |
| Eisenstadt NordostBurgenland | Burgenland | 184 Meter | 195 |
| LienzTirol | Tirol | 661 Meter | 195 |
| Hier schien die Sonne am kürzesten. | |||
| HintertuxTirol | Tirol | 1505 Meter | 78 |
| Loibl TunnelKärnten | Kärnten | 1097 Meter | 81 |
| Kolm-SaigurnSalzburg | Salzburg | 1626 Meter | 83 |
| Langen am ArlbergVorarlberg | Vorarlberg | 1221 Meter | 89 |
| BrandVorarlberg | Vorarlberg | 1029 Meter | 89 |
Die Tabelle zeigt oben die Wetterstationen Österreichs mit den meisten (Eisenstadt Nordost und Lienz gleichauf) und unten die fünf mit den wenigsten Sonnenstunden im Oktober 2026.
So verlief der Oktober 2026 in Kärnten und Osttirol
In Kärnten und Osttirol lag der Oktober im Flächenmittel um 0,9 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 beträgt die Abweichung 1,5 Grad. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen waren 16 Oktobermonate wärmer, die Oktober der Jahre 2000 und 2008 waren gleich warm. Am größten war die Abweichung im Süden Osttirols mit bis zu 1,5 Grad, fast genau im langjährigen Mittel lag die Temperatur dagegen im Klagenfurter Becken und im Lavanttal. Die Flächenwerte in diesem Teil gelten für Kärnten und Osttirol gemeinsam und weichen deshalb geringfügig von den Werten für das Bundesland Kärnten in der Tabelle oben ab.
Am 1. und am 7. Oktober wurden in Kärnten noch fast 24 Grad gemessen
Die erste Oktoberwoche war auch im Süden sonnig und mild. Den höchsten Wert des Monats meldete St. Andrä im Lavanttal am 1. Oktober mit 23,8 Grad, in Villach wurde dieser Wert am 7. Oktober erreicht. In St. Veit an der Glan waren es am 1. Oktober 22,6 Grad und in Ferlach 22,4 Grad. Für einen Sommertag mit mindestens 25 Grad hat es in Kärnten und Osttirol aber an keiner Station mehr gereicht. Auch in Lienz wurden am 1. Oktober noch 22,1 Grad gemessen.
| Wetterstation | Seehöhe | Höchstwert | Datum |
|---|---|---|---|
| Villach Stadt | 493 Meter | 23,8 Grad | 7. Oktober |
| St. Andrä im Lavanttal | 403 Meter | 23,8 Grad | 1. Oktober |
| St. Veit an der Glan | 463 Meter | 22,6 Grad | 1. Oktober |
| Ferlach | 459 Meter | 22,4 Grad | 1. Oktober |
| Völkermarkt-Goldbrunnhof | 466 Meter | 22,3 Grad | 1. Oktober |
| Dellach im Drautal | 628 Meter | 22,3 Grad | 7. Oktober |
Die Tabelle zeigt die sechs höchsten Temperaturen, die im Oktober 2026 an den Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe in Kärnten und Osttirol gemessen wurden.
In der letzten Oktoberwoche gab es an den meisten Wetterstationen Frost
Nach dem Italientief floss kalte Luft nach Kärnten und Osttirol, und in den klaren Nächten danach sank die Temperatur verbreitet unter null Grad. Am Morgen des 23. Oktober gab es an 29 der 39 Wetterstationen Frost, bis Monatsende sank die Temperatur an 33 Stationen mindestens einmal unter null Grad. In St. Jakob im Defereggental wurden an diesem Morgen minus 5,0 Grad gemessen, auf der Flattnitz am 25. Oktober minus 5,1 Grad. In Mallnitz sank die Temperatur an diesem Morgen auf minus 2,9 Grad, in Kals am Großglockner zwei Tage später ebenso. In St. Jakob im Defereggental gab es im Oktober insgesamt 17 Tage mit Frost, in Sillian, auf der Flattnitz, am Katschberg und auf der Villacher Alpe waren es jeweils zehn.
Auch im Flachland wurde es kalt. In Weitensfeld im Gurktal wurden am 23. Oktober minus 2,4 Grad gemessen, in St. Veit an der Glan am 27. Oktober minus 1,3 Grad. Am 31. Oktober meldeten noch einmal 25 der 39 Stationen Frost.
| Wetterstation | Seehöhe | Tiefstwert | Datum |
|---|---|---|---|
| Flattnitz | 1437 Meter | −5,1 Grad | 25. Oktober |
| St. Jakob im Defereggental | 1383 Meter | −5,0 Grad | 23. Oktober |
| Kals am Großglockner | 1352 Meter | −2,9 Grad | 25. Oktober |
| Mallnitz | 1197 Meter | −2,9 Grad | 23. Oktober |
| Sillian | 1081 Meter | −2,4 Grad | 31. Oktober |
| Weitensfeld | 704 Meter | −2,4 Grad | 23. Oktober |
Die Tabelle zeigt die sechs tiefsten Temperaturen, die im Oktober 2026 an den Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe in Kärnten und Osttirol gemessen wurden.
Das Italientief brachte am 21. Oktober bis zu 81 Liter Regen pro Quadratmeter
In Kärnten und Osttirol ist im Oktober um 49 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020, gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 waren es um 30 Prozent weniger. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen gab es 17 Oktobermonate, die noch trockener waren. Bis zum 20. Oktober hat es nur an wenigen Tagen ein paar Liter pro Quadratmeter geregnet.
Den meisten Niederschlag des Monats brachte ein Italientief am 21. und 22. Oktober, das sich bereits einige Tage vorher in den Wettermodellen abgezeichnet hatte. Bei einer solchen Wetterlage strömt feuchte Luft vom Mittelmeer gegen die Südseite der Alpen und regnet sich dort ab. Allein am Mittwoch, dem 21. Oktober, sind im Durchschnitt aller 39 Wetterstationen 27 Liter pro Quadratmeter gefallen. Am meisten regnete es in Kötschach-Mauthen im Gailtal mit 81 Litern pro Quadratmeter, in Kornat im Lesachtal waren es 69 Liter und in Dellach im Drautal 67 Liter. Im Durchschnitt aller Stationen sind an diesen beiden Tagen fast 60 Prozent des gesamten Monatsniederschlags gefallen. Danach hat es nur noch am 24. Oktober verbreitet etwas geregnet.
Im ganzen Monat wurde am meisten Niederschlag in Kötschach-Mauthen gemessen, dort waren es 117 Liter pro Quadratmeter. In Kornat kamen 112 Liter zusammen, in Dellach im Drautal 98 Liter. Viel weniger Niederschlag ist im Osten Kärntens gefallen, wo das Italientief kaum Regen gebracht hat. In St. Andrä im Lavanttal waren es im ganzen Monat nur 22 Liter pro Quadratmeter, in Friesach 24 Liter. Auf der Karte ist deshalb das Gebiet von den Nockbergen über das Gurktal bis ins Lavanttal am dunkelsten eingefärbt, dort fehlten 60 bis 70 Prozent. Im Mölltal und im Lienzer Becken war das Niederschlagsdefizit mit 20 bis 40 Prozent am geringsten.
| Wetterstation | Seehöhe | Liter pro Quadratmeter |
|---|---|---|
| Hier ist am meisten Niederschlag gefallen. | ||
| Kötschach-Mauthen | 705 Meter | 117 |
| Kornat | 990 Meter | 112 |
| Dellach im Drautal | 628 Meter | 98 |
| Loibltunnel | 1097 Meter | 94 |
| Bad Bleiberg | 909 Meter | 87 |
| Hier ist am wenigsten Niederschlag gefallen. | ||
| St. Andrä im Lavanttal | 403 Meter | 22 |
| Friesach | 640 Meter | 24 |
| Preitenegg | 1059 Meter | 24 |
| Feldkirchen | 546 Meter | 37 |
| Pörtschach | 450 Meter | 37 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen mit dem meisten und unten die fünf Wetterstationen mit dem wenigsten Niederschlag im Oktober 2026.
Seit Jänner fehlen in Kärnten und Osttirol 22 Prozent des Niederschlags
Die Jahresbilanz ist im Süden ebenfalls deutlich negativ, wenn auch weniger stark als im Norden und Osten Österreichs. Von 1. Jänner bis 31. Oktober ist in Kärnten und Osttirol um 22 Prozent weniger Niederschlag gefallen als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Mehr Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt gab es heuer nur im Februar und im Juni. Im März und im April ist jeweils nur rund ein Drittel der durchschnittlichen Menge gefallen. Im Bundesland Kärnten waren seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen nur 1971 und 1997 von Jänner bis Oktober noch trockener.
In St. Andrä im Lavanttal und in Obervellach war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie so trocken. Am Klagenfurter Flughafen fehlen seit Jänner 18 Prozent, in Villach 22 Prozent und in Lienz 23 Prozent.
In Kärnten und Osttirol schien die Sonne um 14 Prozent länger als üblich
Die Sonne schien in Kärnten und Osttirol im Oktober um 14 Prozent länger als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Gegenüber den Jahren 1961 bis 1990 waren es um 7 Prozent mehr Sonnenstunden. Seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen gab es 23 Oktobermonate mit noch mehr Sonnenschein.
Die meisten Sonnenstunden wurden in Lienz gemessen, dort waren es 195 Stunden. Auf der Villacher Alpe schien die Sonne 186 Stunden lang. Am wenigsten Sonne gab es beim Loibltunnel mit 81 Stunden und in Spittal an der Drau mit 95 Stunden. Die Station beim Loibltunnel liegt in einem engen Tal der Karawanken, wo die Sonne im Herbst früh hinter den Bergen verschwindet. In Spittal an der Drau verdecken die umliegenden Berge die tief stehende Herbstsonne ebenfalls schon früh am Nachmittag. Selbst an wolkenlosen Tagen kam die Station dort auf drei bis vier Stunden weniger Sonne als Millstatt.
| Wetterstation | Seehöhe | Sonnenstunden |
|---|---|---|
| Hier schien die Sonne am längsten. | ||
| Lienz | 661 Meter | 195 |
| Villacher Alpe | 2117 Meter | 186 |
| Kornat | 990 Meter | 183 |
| Sillian | 1081 Meter | 181 |
| Virgen | 1212 Meter | 176 |
| Hier schien die Sonne am kürzesten. | ||
| Loibltunnel | 1097 Meter | 81 |
| Spittal an der Drau | 542 Meter | 95 |
| Mallnitz | 1197 Meter | 106 |
| Völkermarkt-Goldbrunnhof | 466 Meter | 118 |
| Kölnbreinsperre | 1916 Meter | 120 |
Die Tabelle zeigt oben die fünf Wetterstationen mit den meisten und unten die fünf Wetterstationen mit den wenigsten Sonnenstunden im Oktober 2026.
Der November beginnt trüb, danach wird es wieder sonnig und trocken
Zu Monatsbeginn liegt über vielen Tälern Kärntens und Osttirols Nebel oder Hochnebel, und auch am Mittwoch hat die Sonne kaum eine Chance. Ab Donnerstag setzt sich ein Hochdruckgebiet durch, das zum Wochenende hin verbreitet Sonnenschein bringt. Ergiebiger Regen oder Schnee ist in der ersten Novemberwoche nicht in Sicht, das Niederschlagsdefizit wird damit vorerst nicht kleiner. Die aktuellen Abweichungen von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein zeigen wir jeden Tag neu im Klimaspiegel für Österreich und im Klimaspiegel für Kärnten und Osttirol.
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Die Karten und die Flächenmittel beruhen auf dem Tagesgitter SPARTACUS von GeoSphere Austria mit einer Auflösung von einem Kilometer.
Die Höchst- und Tiefsttemperaturen in Kärnten und Osttirol sowie die Tagesmengen des Italientiefs stammen aus den Zehn-Minuten-Messungen der Wetterstationen von GeoSphere Austria, die Monatssummen von Niederschlag und Sonnenschein sowie alle österreichweiten Stationswerte aus den täglichen Klimadaten aller Stationen, die Rekorde aus dem Vergleich mit den monatlichen Klimadaten seit Messbeginn. Bei den höchsten und tiefsten Temperaturen in Kärnten und Osttirol wurden nur Wetterstationen unter 1500 Meter Seehöhe berücksichtigt.