Langfristprognose Österreich
Jahreszeitprognose: Temperatur und Niederschlag für die nächsten sechs Monate
Lauf Oktober 2026 · aktualisiert am 9.10.2026
Wird der kommende Monat in Österreich zu warm, normal oder zu kalt, eher zu nass oder zu trocken? Die Langfristprognose von Tauernwetter zeigt für jeden der nächsten sechs Monate die Wahrscheinlichkeit in Prozent, dazu die Zusammenfassung je Jahreszeit (Winter, Frühling, Sommer, Herbst). Grundlage ist das 51-fache Ensemble des ECMWF, ausgewertet von Tauernwetter für ganz Österreich und gesondert für Kärnten und Osttirol. Aktualisierung einmal im Monat.
Monat für Monat: Wahrscheinlichkeiten für Österreich
Flächenmittel Österreich. Lesebeispiel: 65 % „zu warm“ heißt, dass knapp zwei Drittel der Ensemble-Rechnungen den Monat wärmer sehen als zwei Drittel der Referenzjahre 1993–2016. 33 % je Gruppe wäre kein Signal.
Jahreszeiten im Überblick
Mittel der drei Monate einer meteorologischen Jahreszeit (Winter = Dezember bis Februar, Frühling = März bis Mai, Sommer = Juni bis August, Herbst = September bis November). Jahreszeiten, von denen erst zwei Monate vorliegen, sind als Teilwert gekennzeichnet.
Grafiken: Temperatur und Niederschlag je Monat












Kärnten & Osttirol: Wahrscheinlichkeiten je Monat
Eigene Auswertung für Kärnten und Osttirol. Auch im Modellkarten-Viewer.












Europa: Abweichung von Temperatur und Niederschlag (Karten)
Monatsmittel der Abweichung gegenüber der Referenzperiode, Ensemble-Mittel des ECMWF SEAS5. Mehr dazu auf der Modellseite SEAS5.












Was eine Langfristprognose kann – und was nicht
Eine Langfristprognose, also eine langfristige Wetterprognose für Österreich, berechnet einen groben Trend für einen ganzen Monat: ob er im Mittel eher zu warm oder zu kalt, eher zu nass oder zu trocken ausfällt. Sie sagt nicht, ob es an einem bestimmten Wochenende regnet oder wann der erste Schnee fällt. Dafür gibt es den Wetterbericht und die Prognosen für die nächsten Tage.
Die Prozentwerte beziehen sich auf Terzile: Die Jahre 1993 bis 2016 werden in ein kaltes, ein mittleres und ein warmes Drittel geteilt (beim Niederschlag trocken, mittel, nass). Je ein Drittel ist das Normalmaß, 33 % bedeutet also kein Signal. Je weiter ein Wert davon abweicht, desto klarer die Tendenz.
Dass „zu warm“ fast immer überwiegt, liegt an der Klimaerwärmung gegenüber der Referenzperiode: Ein heutiger Monat ist schon ohne besondere Wetterlage häufig wärmer als zwei Drittel der Jahre um die Jahrtausendwende. Beim Niederschlag ist die Vorhersagbarkeit über Monate hinweg gering; hier sind Werte nahe 33 % die Regel.
Die Rohdaten des ECMWF-Ensembles werden einmal im Monat gerechnet (Lauf vom Monatsersten, Freigabe am 6.) und reichen sechs Monate voraus, den laufenden Monat eingeschlossen. Tauernwetter wertet daraus die Wahrscheinlichkeiten für Österreich und für Kärnten und Osttirol aus.
Häufige Fragen zur Langfristprognose
Was ist eine Langfristprognose bzw. Jahreszeitprognose?
Eine Langfristprognose (langfristige Wetterprognose, Jahreszeitprognose, Saisonprognose) sagt nicht das Wetter an einem bestimmten Tag voraus, sondern einen groben Trend für einen ganzen Monat oder eine Jahreszeit: Wird es im Mittel eher zu warm oder zu kalt, eher zu nass oder zu trocken? Das Ergebnis sind Wahrscheinlichkeiten in Prozent, keine Tageswerte.
Wie zuverlässig ist die Langfristprognose für Österreich?
Für die Temperatur ist das Signal in Mitteleuropa meist brauchbar, vor allem für den ersten und zweiten Monat. Beim Niederschlag ist die Vorhersagbarkeit über Monate deutlich geringer, hier sind Werte nahe 33 % die Regel. Je weiter ein Monat entfernt ist, desto unsicherer wird die Aussage. Für konkrete Planungen sind der Wetterbericht und die Tagesprognosen maßgeblich.
Was bedeuten die Prozentwerte „zu warm“, „normal“ und „zu kalt“?
Die Jahre der Referenzperiode 1993 bis 2016 werden in drei gleich große Gruppen (Terzile) geteilt: das kälteste Drittel, das mittlere Drittel und das wärmste Drittel. Die Prozentzahl gibt an, wie viele Rechnungen des Ensembles den kommenden Monat in die jeweilige Gruppe einordnen. 33 % für jede Gruppe heißt: kein Signal. 70 % „zu warm“ heißt: eine klare Tendenz zu einem Monat, der wärmer ausfällt als zwei Drittel der Referenzjahre.
Warum ist fast jeder Monat „zu warm“?
Weil die Referenzperiode 1993 bis 2016 im Mittel kühler war als die Gegenwart. Durch die Klimaerwärmung liegt ein heutiger Monat allein schon deshalb häufig im „warmen Drittel“ der damaligen Jahre. Ein hoher Wert bei „zu warm“ bedeutet also nicht automatisch einen Rekordmonat, sondern einen Monat, der wärmer ist als der Großteil der Jahre um die Jahrtausendwende.
Wie oft wird die Langfristprognose aktualisiert?
Einmal im Monat. Die Rohdaten des ECMWF-Ensembles werden am Monatsersten gerechnet und am 6. des Monats freigegeben. Danach aktualisiert Tauernwetter die Wahrscheinlichkeiten für Österreich und für Kärnten und Osttirol. Die Prognose reicht jeweils sechs Monate voraus, der laufende Monat eingeschlossen.
Wird der Winter 2026/27 in Österreich zu warm oder zu kalt?
Für den Winter 2026/27 (Mittel aus Dezember, Jänner, Februar) zeigt der aktuelle Lauf vom Oktober 2026 im Flächenmittel Österreich: 67 % zu warm, 20 % normal, 13 % zu kalt. Beim Niederschlag: 36 % zu nass, 33 % normal, 31 % zu trocken. Die Werte ändern sich mit jedem monatlichen Lauf, die Einzelmonate stehen oben in den Kacheln. Der Winter 2026/27 dürfte deutlich zu warm ausfallen. Einzelne Kälteeinbrüche oder Schneefälle sind damit nicht ausgeschlossen.