Weitere Eisnacht in Folge: Minus 17,8 Grad und erneut Polarlichter über Kärnten
Polarlichter auch in der zweiten Nacht
In der Nacht auf Mittwoch waren über Kärnten und Osttirol erneut Polarlichter zu beobachten. Anders als in der Nacht zuvor fiel das Himmelsschauspiel diesmal deutlich schwächer aus und war mit freiem Auge kaum noch zu erkennen. Wer jedoch eine Kamera mit etwas längerer Belichtungszeit zur Hand hatte und freie Sicht nach Norden genoss, konnte das rötliche Leuchten am Horizont einfangen.
Besonders gut dokumentiert wurden die Polarlichter von der Brunnach oberhalb von Bad Kleinkirchheim. Die Webcam der Bergbahnen Bad Kleinkirchheim zeichnete um 00:30 Uhr ein eindrucksvolles Bild auf: Über den Gipfeln der Nockberge schimmerte der Himmel in einem sanften Rot, während im Vordergrund die Beschneiungsanlagen der Piste für einen surrealen Kontrast sorgten. Zu diesem Zeitpunkt zeigte das Thermometer auf der Brunnach minus 2,9 Grad.
Noch kälter als in der Nacht zuvor
Die Kälte hat sich in der Nacht auf Mittwoch nochmals verschärft. Die Temperaturen sanken verbreitet noch tiefer unter den Gefrierpunkt als in den Nächten zuvor. Den tiefsten Wert meldete einmal mehr das Gurktal: In Weitensfeld wurden minus 17,8 Grad gemessen. Auch in Osttirol war es bitterkalt – in St. Jakob in Defereggen sank das Thermometer auf minus 17 Grad.
Aus Magdalensberg erreichte uns heute Früh eine Temperaturmeldung von Wolfgang Stelzl: Auch dort wurden minus 13 Grad gemessen.
Ausgewählte Tiefstwerte in der Nacht auf Mittwoch, 21. Jänner 2026:
| Ort | Temperatur |
|---|---|
| Weitensfeld (Gurktal) | -17,8 °C |
| St. Jakob in Defereggen | -17,0 °C |
| Magdalensberg | -13,0 °C |
| Klagenfurt | -12,5 °C |
Wenig Nebel – darum auch in Klagenfurt eiskalt
Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen war der Nebel in der Nacht auf Mittwoch nur schwach ausgeprägt. Nennenswerte Nebelfelder bildeten sich lediglich rund um Villach und im Bereich des Wörthersees. In Klagenfurt selbst war es zeitweise klar – und genau das ermöglichte die starke nächtliche Auskühlung auf minus 12,5 Grad.
Auf dem aktuellen Satellitenbild ist gut erkennbar, dass die Nebelfelder heute deutlich weniger ausgedehnt sind als an den Vortagen. Im Tagesverlauf dürfte sich der verbliebene Nebel weitgehend auflösen. Oberhalb der Nebelreste und in den nebelfreien Regionen scheint von der Früh weg die Sonne.
Die Temperaturen bleiben jedoch auch tagsüber auf winterlichem Niveau: Selbst in den Nachmittagsstunden werden nur minus 3 bis plus 3 Grad erreicht.
Ausblick: Mittelmeereinfluss am Wochenende
Ab Freitag geraten Kärnten und Osttirol allmählich in den Einflussbereich eines Tiefdruckgebiets über dem Mittelmeer. Damit kündigt sich eine Wetterumstellung an, die zumindest vorübergehend für etwas mildere Temperaturen und zeitweise Niederschlag sorgen wird.
Donnerstag, 22. Jänner
Hochdruckeinfluss dominiert weiterhin. Es ist überwiegend sonnig, in den Tälern kann sich stellenweise wieder Nebel bilden. Weiterhin kalt mit Höchstwerten zwischen minus 4 und plus 2 Grad.
Freitag, 23. Jänner
Am Morgen zeigt sich das Wetter noch teils nebelig, teils sonnig. Im Tagesverlauf ziehen von Südwesten her zunehmend Wolken auf, es bleibt aber voraussichtlich noch weitgehend trocken. In höheren Lagen frischt lebhafter Südwestwind auf. Die Temperaturen steigen auf minus 2 bis plus 4 Grad – nach den Eistagen der vergangenen Woche eine leichte Milderung.
Samstag und Sonntag, 24./25. Jänner
Das Italientief nähert sich und bringt zeitweise Niederschlag. Die Schneefallgrenze schwankt dabei je nach Niederschlagsintensität zwischen etwa 500 und 1000 Meter Seehöhe. In tiefen Tallagen muss daher streckenweise und kurzzeitig auch mit Schneeregen, Regen oder sogar gefrierendem Regen gerechnet werden – besonders auf den Straßen ist Vorsicht geboten.
Große Unsicherheit bei den Niederschlagsmengen
Wie viel Niederschlag das Italientief letztlich bringen wird, ist derzeit noch äußerst unsicher. Die verschiedenen Wettermodelle berechnen völlig unterschiedliche Szenarien.
Die Modelle berechnen für das Wochenende zwischen wenigen Millimetern und bis zu knapp über 20 Millimetern Niederschlag. Umgerechnet auf Schnee bedeutet das: Je nach Temperatur und Niederschlagsmenge wäre alles möglich – von fast keinem Neuschnee bis hin zu rund 30 Zentimetern.
Die größten Schneemengen würden dabei am ehesten entlang der Karnischen Alpen fallen, insbesondere im Lesachtal. Dort sind die Staueffekte bei Südanströmung erfahrungsgemäß am stärksten ausgeprägt.
Auch der genaue Zeitpunkt des stärksten Niederschlags ist noch nicht ganz fix: Je nach Modell könnte er am Samstag, am Sonntag oder erst in der Nacht auf Montag liegen.
Fazit
Eine verlässliche Prognose zu den Niederschlagsmengen und der Schneeverteilung ist erst möglich, wenn sich die Modelle in den kommenden 24 bis 48 Stunden annähern. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Auf einen Blick
| Tag | Wetter |
|---|---|
| Mittwoch | Meist sonnig, nur wenig Nebel, weiterhin eiskalt |
| Donnerstag | Überwiegend sonnig, stellenweise Nebel, Höchstwerte -4 bis +2 °C |
| Freitag | Wolken von Südwesten, noch weitgehend trocken, etwas milder (-2 bis +4 °C) |
| Wochenende | Italientief bringt Niederschlag – Mengen sehr unsicher (wenige mm bis über 20 mm) |
| Schneefallgrenze | 500 bis 1000 m, in Tallagen eventuell auch kurzzeitig Regen oder gefrierender Regen möglich |
| Schwerpunkt Schneefall | Entlang der Karnischen Alpen |
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