Tiefwinterlich: Rund 50 cm Schnee im Lesachtal
Mallnitz, 29. Jänner 2026 – Wie prognostiziert starteten Oberkärnten und Osttirol am Donnerstag tiefwinterlich in den Tag. In der Nacht auf Donnerstag hat es westlich der Linie Hermagor–Spittal erneut bis in sämtliche Täler geschneit. In Kötschach-Mauthen, Obervellach oder Lienz gab es Neuschnee, auch in Hermagor und Spittal waren die Straßen zeitweise schneebedeckt. Im Lesachtal liegt mittlerweile rund ein halber Meter Schnee.
Aktuelle Schneehöhen am Donnerstagmorgen
Das Italientief hat besonders im Gail- und Lesachtal sowie in Oberkärnten und Osttirol für erhebliche Neuschneemengen gesorgt. In Kornat im Lesachtal türmt sich der Schnee auf 48 Zentimeter, in Maria Luggau dürften es rund 50 Zentimeter sein.
Schneehöhen im Überblick (Stand: 06:00 Uhr):
| Ort | Schneehöhe |
|---|---|
| Kornat im Lesachtal | 48 cm |
| St. Jakob in Defereggen | 39 cm |
| Kötschach-Mauthen | 35 cm |
| Sillian | 34 cm |
| Mallnitz | 32 cm |
| Bad Bleiberg | 31 cm |
| Kals am Großglockner | 30 cm |
| Lienz | 26 cm |
| Obervellach | 23 cm |
| Döllach | 17 cm |
| Hermagor | 16 cm |
| Preitenegg | 15 cm |
| Spittal an der Drau | 10 cm |
Historische Einordnung: Punktuell höchste Schneedecke seit Jahren
Obwohl der Winter in ganz Kärnten und Osttirol bislang deutlich zu trocken verläuft – mit einer Niederschlagsabweichung von mehr als 50 Prozent – und auch der Jänner in den meisten Landesteilen zu trocken zu Ende gehen wird, sorgte das Italientief punktuell für bemerkenswerte Schneemengen.
In Kötschach-Mauthen im oberen Gailtal wurde am 25. Jänner mit 41 Zentimetern die höchste Schneedecke seit Jänner 2023 gemessen. Nach einer Phase intensiven Regens am Mittwoch hat es in der Nacht auf Donnerstag hier wieder kräftig geschneit – aktuell liegen 35 Zentimeter. Im Lesachtal türmt sich der Schnee auf 48 Zentimeter in Kornat und rund 50 Zentimeter in Maria Luggau – die höchsten Werte seit Februar 2024. Am Vormittag könnten im Lesachtal nochmals kräftigere Schneeschauer durchziehen – es ist nicht ausgeschlossen, dass in Kornat die 51-Zentimeter-Marke noch geknackt wird. Das wäre die höchste Schneedecke seit Jänner 2023, also seit drei Jahren. In Mallnitz liegt die Schneedecke bei 32 Zentimetern, eine höhere Schneedecke gab es dort zuletzt im Februar 2023.
Bis zu 20 Liter Niederschlag im Gail- und Lesachtal
Die Niederschlagsanalyse der letzten 24 Stunden zeigt deutlich, wo der Schwerpunkt des Italientiefs lag: Im Gail- und Lesachtal sowie in den Karnischen Alpen fielen verbreitet 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter.
Niederschlagsmengen im Überblick (letzte 24 Stunden):
| Messstation | Niederschlag |
|---|---|
| Kötschach-Mauthen | 20,0 mm |
| Kornat (Lesachtal) | 18,8 mm |
| Sillian | 13,5 mm |
| Dellach im Drautal | 13,0 mm |
| Weißensee | 12,3 mm |
| Mallnitz | 7,2 mm |
| Magdalensberg | 5,6 mm |
| Klagenfurt | 4,2 mm |
Herzlichen Dank an Wolfgang Stelzl für die Messdaten aus Magdalensberg.
Schneefall klingt zur Mittagszeit ab
In der Früh schneit es in Oberkärnten noch verbreitet, auch in Unterkärnten ziehen noch ein paar leichte Schneeschauer durch – unterhalb von 700 bis 1.000 Meter Seehöhe kann es sich dabei auch um Regenschauer handeln. Gegen Mittag klingen die Niederschläge allmählich ab, in Osttirol und Kärnten bleibt es aber bewölkt. Die Höchstwerte erreichen 0 bis plus 4 Grad.
Wenige Behinderungen, aber Schneekettenpflicht auf mehreren Straßen
Der Schneefall sorgte nur für wenige Behinderungen auf den Straßen. Auf folgenden Strecken gilt jedoch Schneekettenpflicht:
Schneekettenpflicht (Stand: Donnerstagmorgen, Quelle: ÖAMTC):
- B 87 Weißensee Straße: zwischen Greifenburg und Hermagor
- B 110 Plöckenpass Straße: zwischen Oberdrauburg und Laas – schneebedeckte Fahrbahn
- B 90 Nassfeld Straße: zwischen Tröpolach und Grenzübergang Nassfeld – Schneeglätte
- B 99 Katschberg Straße: zwischen A10/Rennweg und Katschberghöhe – Schneeglätte
Lawinengefahr: Stufe 4 in den Karnischen Alpen
Große Lawinengefahr (Stufe 4)
Auf den Bergen Oberkärntens und in den Karawanken sind seit Mittwoch teilweise mehr als 30 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen. Die Lawinengefahr ist in den Karnischen Alpen, den Gailtaler Alpen und den Lienzer Dolomiten groß (Stufe 4). Im Bereich der Kreuzeckgruppe, der Hohen Tauern und der anderen Gebirgsgruppen Osttirols herrscht verbreitet erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3).
Die Aussichten: Hochnebel dominiert das Wochenende
Donnerstag, 29. Jänner
In Osttirol und Oberkärnten beginnt der Tag teilweise richtig winterlich. In der Früh schneit es in Oberkärnten noch verbreitet, auch in Unterkärnten ziehen noch ein paar leichte Schneeschauer, unterhalb von 700 bis 1.000 Meter Seehöhe Regenschauer durch. Auf den Bergen Oberkärntens und in den Karawanken sind seit Mittwoch teilweise mehr als 30 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen. Gegen Mittag klingen die Niederschläge allmählich ab, in Osttirol und Kärnten bleibt es aber bewölkt. Die Höchstwerte: 0 bis plus 4 Grad.
Freitag, 30. Jänner
Der Freitag beginnt trüb durch hochnebelartige Wolken. Im Laufe des Tages entstehen stellenweise ein paar größere Auflockerungen, die meisten in Osttirol und in der Schobergruppe. Die Temperaturen erreichen minus 1 bis plus 4 Grad.
Samstag, 31. Jänner
In vielen Landesteilen ist es den ganzen Tag über trüb durch Hochnebelfelder, die auf über 2.000 Meter Seehöhe hinaufreichen können. Im westlichen Oberkärnten, in Osttirol sowie im Hochgebirge überwiegt der Sonnenschein. Die höchsten Temperaturen liegen zwischen minus 1 Grad unter dem Hochnebel und bis zu plus 4 Grad mit Sonnenschein in Döllach.
Sonntag, 1. Februar
In den Tälern und Becken halten sich den gesamten Tag über zähe, hochreichende Nebel- oder Hochnebelfelder, die wieder bis auf über 2.000 Meter Seehöhe hinaufreichen und noch dichter sind als am Samstag. Selbst in Osttirol und im westlichen Oberkärnten kann stellenweise hartnäckiger Hochnebel einfallen. Aus der Nebelschicht kann es stellenweise gefrierend nieseln oder leicht schneien. Die Höchstwerte erreichen minus 2 bis plus 1 Grad.
Montag, 2. Februar
Am Montag trüb durch Nebel oder Wolken, aus denen es ab und zu leicht und unergiebig schneien kann. Die Höchstwerte erreichen 0 bis 2 Grad.
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