So viel hat es in Kärnten und Osttirol geschneit

| Mag. David Kaufmann
Verschneite Winterlandschaft in Kärnten im Jänner 2026
Der Winter hat Kärnten und Osttirol fest im Griff. Foto: Pixabay

Mallnitz, 10. Jänner 2026 – Der Winter hat Kärnten und Osttirol fest im Griff. In den vergangenen 36 Stunden fielen verbreitet zwischen 10 und 20 Zentimeter Neuschnee, örtlich sogar noch mehr. Den meisten Niederschlag gab es in Mallnitz mit 15,3 Liter pro Quadratmeter, gefolgt von Völkermarkt mit 13,9 Liter pro Quadratmeter. Die höchste Gesamtschneehöhe wurde auf der Kanzelhöhe mit 35 Zentimetern gemessen.

Wo liegt aktuell am meisten Schnee?

Die aktuellen Gesamtschneehöhen zeigen ein deutliches Bild: Vor allem in den höheren Lagen und an den Nordstaulagen der Gebirge hat sich eine beachtliche Schneedecke aufgebaut. Stand 10. Jänner 2026, 5 Uhr:

  • Kanzelhöhe35 cm
  • Flattnitz34 cm
  • Bad Bleiberg32 cm
  • Loiblpass30 cm
  • Kölnbreinsperre26 cm
  • Preitenegg24 cm
  • Obervellach22 cm
  • Mallnitz22 cm
  • St. Veit an der Glan21 cm
  • Völkermarkt21 cm
  • Bad Eisenkappel21 cm
  • Arriach20 cm
  • St. Jakob in Defereggen19 cm
  • Hermagor15 cm
  • Kals am Großglockner15 cm
  • Villach12 cm
  • Klagenfurt Flughafen12 cm
  • Lienz12 cm
  • Spittal an der Drau11 cm

Wo hat es am meisten geschneit?

Die Schneehotspots lagen im Nordwesten zwischen dem mittleren Mölltal und der Innerkrems sowie im östlichen Klagenfurter Becken zwischen Völkermarkt und St. Veit an der Glan.

Karte der Niederschlagssumme der letzten 36 Stunden in Kärnten und Osttirol
Niederschlagssumme der letzten 36 Stunden in Kärnten und Osttirol. Quelle: Tauernwetter
Einige einbezogene Daten wurden über die freie Lizenz CC BY 4.0 bezogen und weiterverarbeitet.

Die meisten Niederschlagsmengen in den letzten 36 Stunden wurden in Mallnitz mit 15,3 Liter pro Quadratmeter und in Völkermarkt mit 13,9 Liter pro Quadratmeter registriert. Beim Neuschnee führt überraschend St. Veit an der Glan die Liste an. Die Neuschneemengen berechnen sich aus der maximalen Differenz zwischen der niedrigsten und höchsten gemessenen Schneehöhe innerhalb dieses Zeitraums. Dabei ist zu beachten, dass die aktuelle Schneedecke oft etwas geringer ausfällt als die Summe des gefallenen Neuschnees – der Grund dafür ist die natürliche Setzung der Schneedecke, bei der sich der frische, lockere Schnee unter seinem eigenen Gewicht verdichtet.

Die Neuschnee-Bilanz der letzten 36 Stunden:

  • St. Veit an der Glan21 cm
  • Mallnitz20 cm
  • Obervellach20 cm
  • Völkermarkt18 cm
  • Arriach14 cm
  • Bad Bleiberg13 cm
  • Hermagor13 cm
  • Villach11 cm
  • Klagenfurt11 cm
  • Spittal an der Drau11 cm
  • St. Jakob in Defereggen8 cm
  • Lienz6 cm

Die Wetteraussichten für die kommenden Tage

Samstag, 10. Jänner

Von Klagenfurt ostwärts kann sich länger etwas Nebel halten und über dem Nebel ist es stark bewölkt bis bedeckt, die letzten leichten Schneeschauer in Unterkärnten klingen bis zum frühen Vormittag ab. Meist lockern die Wolken im Tagesverlauf etwas auf, im Laufe des Vormittags tun sich nämlich recht verbreitet ein paar Sonnenfenster auf. Im Bereich der Tauern beginnt es im Laufe des Tages wieder leicht zu schneien. In den nördlichen Gebirgsgruppen weht dazu starker Nordwestwind, abseits davon bleibt der Wind meist schwach. Die Tageshöchstwerte erreichen minus 4 bis plus 2 Grad.

Sonntag, 11. Jänner

Bei anhaltendem Dauerfrost weht teilweise kräftiger Nordwestwind, der das Kältegefühl noch verschärft. Dazwischen zeigt sich zeitweise die Sonne. Wolkenfelder und einige leichte Schneeschauer halten sich in der Früh und am Vormittag noch im Bereich der Tauern. Die Höchstwerte liegen bei minus 7 bis 0 Grad.

Montag, 12. Jänner

Nach einer oft klaren Nacht beginnt der Montag bitterkalt mit Temperaturen deutlich unter minus 10 Grad. Bei optimalen Bedingungen sind in einigen Alpentälern auch Temperaturen bis knapp unter minus 20 Grad denkbar. In Unterkärnten kann es am Vormittag stellenweise für einige Stunden durch Nebel getrübt sein, ansonsten scheint bis in den Nachmittag hinein die Sonne. Am Nachmittag ziehen von Westen her Wolken auf, die im Bereich der Hohen Tauern abermals ein paar Schneeschauer bringen. Es bleibt durchgehend frostig mit Höchstwerten von nur minus 6 bis minus 1 Grad.

Dienstag, 13. Jänner

Ausgedehnte Wolkenfelder wechseln sich mit etwas Sonnenschein ab. Es wird milder, vor allem auf den Bergen und im Mittelgebirge. Die Temperaturen steigen auf minus 4 bis plus 2 Grad an, in Höhenlagen um 1000 Meter sind sogar bis zu plus 5 Grad möglich. Im Großteil Österreichs wird es ab Dienstag deutlich milder. Ob die Kälte in Osttirol und Kärnten im Laufe der nächsten Woche allerdings vollständig ausgeräumt werden kann, bleibt fraglich. Die kalte Luft hält sich in den Becken und Tälern hartnäckig als Kaltluftsee, gut geschützt durch die Berge des Alpenhauptkamms im Norden sowie der Karnischen Alpen und Karawanken im Süden.

Für weitere Updates zur Wetterlage besuchen Sie tauernwetter.at

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