Minus 15 Grad und Polarlichter: Eisige Nacht in Kärnten und Osttirol

| Mag. David Kaufmann
Satellitenbild Österreich vom 20. Jänner 2026 um 06 Uhr zeigt klare Verhältnisse in Osttirol und Hochnebel in vielen Kärntner Tälern sowie im Klagenfurter Becken
Satellitenbild Österreich vom 20. Jänner 2026 um 06 Uhr zeigt klare Verhältnisse in Osttirol und Hochnebel in vielen Kärntner Tälern sowie im Klagenfurter Becken. © 2026 EUMETSAT, verarbeitet von tauernwetter.at

Die vergangene Nacht war die kälteste seit Tagen in Kärnten und Osttirol. Im Defereggental sank das Thermometer auf minus 15,5 Grad, in Mallnitz wurde der tiefste Wert seit zwei Jahren gemessen. Während in Unterkärnten hartnäckiger Nebel für trübe Verhältnisse sorgt, leuchteten über den Bergen spektakuläre Polarlichter am Nachthimmel.

Kälteste Orte: Defereggental und Mallnitz unter minus 14 Grad

In der Nacht auf Dienstag wurden in den Kältelöchern Kärntens und Osttirols verbreitet zweistellige Minusgrade gemessen. Am kältesten war es im Defereggental in Osttirol mit minus 15,5 Grad.

Weitere Kältepole waren Reichenau und Gnesau im oberen Gurktal mit Werten unter minus 15 Grad. In Mallnitz zeigte das Thermometer minus 14,4 Grad – der tiefste Wert seit zwei Jahren. Preitenegg im oberen Lavanttal erreichte unter minus 12 Grad.

Temperaturkarte Kärnten und Osttirol vom 20. Jänner 2026 mit Tiefstwerten bis minus 15,5 Grad
Temperaturkarte Kärnten und Osttirol vom 20. Jänner 2026 mit Tiefstwerten bis minus 15,5 Grad. © Tauernwetter.at

Hartnäckiger Nebel im Klagenfurter Becken und Lavanttal

Im Gegensatz zu den sonnigen Bergregionen zeigt sich das Wetter in den Niederungen Unterkärntens heute von seiner trüben Seite. Der Hochnebel im Klagenfurter Becken und im Lavanttal dürfte sich hartnäckiger halten als ursprünglich erwartet. Stellenweise könnte es den gesamten Tag über bedeckt bleiben, eine Auflösung ist fraglich.

Oberhalb der Nebelgrenze bei etwa 800 bis 1000 Metern scheint dagegen die Sonne bei milden Temperaturen um plus 5 Grad. Im Nebel bleiben die Temperaturen hingegen um den Gefrierpunkt.

Spektakuläre Polarlichter bei K-Index 9

Ein schwerer geomagnetischer Sturm sorgte in der vergangenen Nacht für ein seltenes Naturschauspiel. Der K-Index erreichte mit Stufe 9 das Maximum der Skala. Besonders eindrucksvoll waren die Polarlichter gegen 22:30 Uhr zu beobachten, als sie am intensivsten leuchteten.

Vor allem in Kals am Großglockner konnten Beobachter spektakuläre Aufnahmen machen. Die Aurora war zeitweise bis in tiefere Lagen sichtbar. Für die kommende Nacht sind allerdings keine Polarlichter mehr zu erwarten – die geomagnetische Aktivität nimmt bereits wieder ab.

Polarlichter über dem Großglockner am 19. Jänner 2026 um 22:30 Uhr, aufgenommen in Kals
Polarlichter über dem Großglockner am 19. Jänner 2026 um 22:30 Uhr. Quelle: www.foto-webcam.eu
K-Index Diagramm zeigt geomagnetischen Sturm mit Werten bis Stufe 9 in der Nacht auf den 20. Jänner 2026
K-Index Diagramm zeigt geomagnetischen Sturm mit Werten bis Stufe 9 in der Nacht auf den 20. Jänner 2026. © NOAA / Tauernwetter.at

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