Klimawandel in Klein St. Paul: Klimadaten seit 1961

📍 639 m Seehöhe📊 SPARTACUS-Gitterpunkt (1 km) 🗓️ Stand: 8. September 2026 · wird täglich aktualisiert
1961: 7,9 °C1962: 6,3 °C1963: 6,8 °C1964: 7,1 °C1965: 6,4 °C1966: 7,7 °C1967: 7,9 °C1968: 7,1 °C1969: 7,1 °C1970: 7,1 °C1971: 7,4 °C1972: 7,2 °C1973: 7,1 °C1974: 7,8 °C1975: 8,2 °C1976: 7,5 °C1977: 8,0 °C1978: 6,7 °C1979: 7,4 °C1980: 6,6 °C1981: 7,4 °C1982: 8,0 °C1983: 7,8 °C1984: 7,0 °C1985: 7,1 °C1986: 7,1 °C1987: 7,3 °C1988: 8,1 °C1989: 8,3 °C1990: 8,2 °C1991: 7,3 °C1992: 8,5 °C1993: 8,0 °C1994: 9,3 °C1995: 8,1 °C1996: 7,2 °C1997: 8,4 °C1998: 8,5 °C1999: 8,4 °C2000: 9,3 °C2001: 8,8 °C2002: 9,4 °C2003: 8,8 °C2004: 8,1 °C2005: 7,9 °C2006: 8,3 °C2007: 9,3 °C2008: 9,2 °C2009: 9,0 °C2010: 8,3 °C2011: 9,2 °C2012: 9,2 °C2013: 9,1 °C2014: 10,0 °C2015: 9,6 °C2016: 9,4 °C2017: 9,2 °C2018: 9,9 °C2019: 10,0 °C2020: 9,6 °C2021: 8,4 °C2022: 9,9 °C2023: 9,9 °C2024: 10,5 °C2025: 10,1 °C

Die Klimastreifen für Klein St. Paul 1961–2025: jeder Streifen ein Jahr – blau = kühler, rot = wärmer als das langjährige Mittel.

Wie stark hat sich das Klima in Klein St. Paul (639 m Seehöhe) bereits verändert? Die SPARTACUS-Analysedaten der GeoSphere Austria liefern für jeden Quadratkilometer Österreichs lückenlose Tageswerte seit 1961 – hier ausgewertet für den Gitterpunkt Klein St. Paul. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Jahresmitteltemperatur stieg von 7,4 °C (Normalperiode 1961–1990) auf 8,8 °C (1991–2020) – ein Plus von 1,5 °C. Das wärmste Jahr der gesamten Messreihe war 2024 mit 10,5 °C – der Klimawandel ist hier messbare Gegenwart, kein Zukunftsszenario. Die Zahl der Sommertage (≥ 25 °C) hat sich von durchschnittlich 37,9 auf 53,3 pro Jahr erhöht.

Ausführlichere Fassung: Klein St. Paul liegt in Kärnten bzw. Osttirol – dort gibt es die Seite zusätzlich mit den ÖKS15-Zukunftsszenarien bis 2100: Klimawandel in Klein St. Paul (Kärnten & Osttirol)

Klimarekorde in Klein St. Paul

Höchste Temperatur
36,9 °C
am 03.08.2013
Tiefste Temperatur
-25,1 °C
am 23.01.1963
Größte Tagesregenmenge
78,4 mm
am 08.10.1980, Station Silberegg
Längste Trockenperiode
63 Tage
27.12.1997 bis 27.02.1998

Jahresmitteltemperatur: Der Erwärmungstrend

Das wärmste Jahr in Klein St. Paul war 2024 mit 10,5 °C, das kälteste 1962 mit 6,3 °C. Der Vergleich der WMO-Normalperioden zeigt eine Erwärmung um 1,5 °C (7,4 °C → 8,8 °C).

Sommertage und Hitzetage pro Jahr

Sommertage (≥ 25 °C) gab es in Klein St. Paul am häufigsten im Jahr 2003 (89 Tage); Hitzetage (≥ 30 °C) am häufigsten im Jahr 2024 (25 Tage).

Frosttage und Eistage pro Jahr

Die Kälteseite des Klimawandels: Frosttage (Tiefstwert unter 0 °C) gingen in Klein St. Paul von durchschnittlich 150,7 auf 127,1 pro Jahr zurück, Eistage (Dauerfrost) von 35,5 auf 23,3.

Schnee im Wandel

Schneedeckentage (mindestens 1 cm Schnee) gab es in Klein St. Paul zuletzt im Schnitt 58,1 pro Jahr (1991–2020) – das sind 31,8 Tage weniger als in der Normalperiode 1961–1990 (89,9 Tage). Die größte Schneehöhe der gesamten Reihe: 70 cm am 10.02.1986.

Top-5-Jahre mit den meisten Schneedeckentagen
1996: 135 · 1962: 131 · 1980: 129 · 1965: 126 · 1969: 117

Schneedaten: SNOWGRID-CL (GeoSphere Austria, stationsgeprüft), 1-km-Gitterpunkt – Balken = Schneedeckentage, Linie = maximale Schneehöhe des Jahres.

Jahresbilanzen im Detail

Mittelwerte der beiden Normalperioden und Rekordjahre – auf die Kennzahl klicken für die Top-5-Jahre:

KennzahlØ 1961–90Ø 1991–2020Maximum (Jahr)
Hitzetage (Tmax ≥ 30 °C)
Top-5-Jahre: 2024: 25 · 2025: 23 · 2015: 22 · 2012: 21 · 2013: 20
2,6 9,3 25 (2024)
Sommertage (Tmax ≥ 25 °C)
Top-5-Jahre: 2003: 89 · 2024: 80 · 2022: 80 · 2018: 78 · 2025: 70
37,9 53,3 89 (2003)
Tropennächte (Tmin ≥ 20 °C)
Top-5-Jahre: 2019: 1
0,0 0,0 1 (2019)
Frosttage (Tmin < 0 °C)
Top-5-Jahre: 1973: 176 · 1980: 171 · 1974: 167 · 1978: 165 · 1970: 164
150,7 127,1 176 (1973)
Eistage (Tmax < 0 °C)
Top-5-Jahre: 1963: 64 · 1969: 59 · 1962: 54 · 1986: 52 · 2010: 49
35,5 23,3 64 (1963)
Frostwechseltage (Tmin < 0 °C und Tmax ≥ 0 °C)
Top-5-Jahre: 1974: 160 · 1973: 147 · 1988: 136 · 1976: 136 · 1975: 136
115,3 103,9 160 (1974)
Starkniederschlagstage (≥ 20 mm/Tag)
Top-5-Jahre: 1975: 16 · 1996: 15 · 1978: 14 · 2023: 13 · 1999: 12
8,2 8,0 16 (1975)

Niederschlag im Wandel

Vergleich der Normalperioden 1961–1990 und 1991–2020: In Klein St. Paul fällt heute im Schnitt 9,6 mm (1,2 %) mehr Niederschlag pro Jahr. Blau = Zunahme, braun = Abnahme.

Auffällig ist die jahreszeitliche Verschiebung: Der Sommerniederschlag hat um 14,0 mm zugenommen, während der Winterniederschlag um 12,8 mm zurückging – die Winter werden tendenziell trockener, die Sommer feuchter.

Jahresniederschlag
▲ +9,6 mm
776,5 → 786,1 mm pro Jahr
Sommer (Juni–August)
▲ +14,0 mm
337,2 → 351,2 mm pro Jahr
Winter (Dez.–Februar)
▼ -12,8 mm
83,3 → 70,5 mm pro Jahr

Und die Zukunft? Die ÖKS15-Szenarien erwarten bis 2071–2100: Jahresniederschlag +11 % (🌍) bzw. +8 % (🔥), im Sommer +8 % (🌍) bzw. -2 % (🔥), im Winter +17 % (🌍) bzw. +23 % (🔥). Mehr Winterniederschlag bedeutet bei steigenden Temperaturen allerdings immer öfter Regen statt Schnee.

Blick in die Zukunft: Wie wird das Klima in Klein St. Paul Ende des Jahrhunderts?

Die österreichischen Klimaszenarien (ÖKS15) rechnen zwei Wege durch: Was passiert, wenn die Welt beim Klimaschutz ernst macht – und was, wenn alles weiterläuft wie bisher? So sieht das für Klein St. Paul im Zeitraum 2071–2100 aus – jeweils im Vergleich zu heute (Mittel 1991–2020):

🌍 Mit Klimaschutz
Szenario RCP4.5 – Emissionen sinken ab Mitte des Jahrhunderts
  • Es wird um rund +2,3 °C wärmer als heute.
  • Etwa 28 Sommertage mehr pro Jahr.
  • Rund 15 zusätzliche Hitzetage über 30 °C.
  • 37 Frosttage weniger – der Winter wird kürzer und milder.
  • Die Wachstumssaison verlängert sich laut den Klimamodellen um etwa 29 Tage.
  • Im Winter fällt rund 17 % mehr Niederschlag – bei milderen Temperaturen öfter als Regen statt Schnee.
🔥 Weiter wie bisher
Szenario RCP8.5 – Emissionen steigen ungebremst
  • Es wird um rund +4,0 °C wärmer als heute.
  • Etwa 56 Sommertage mehr pro Jahr.
  • Rund 35 zusätzliche Hitzetage über 30 °C.
  • 61 Frosttage weniger – der Winter wird kürzer und milder.
  • Die Wachstumssaison verlängert sich laut den Klimamodellen um etwa 57 Tage.
  • Im Winter fällt rund 23 % mehr Niederschlag – bei milderen Temperaturen öfter als Regen statt Schnee.

Temperaturpfad: gemessen und projiziert

Gemessene Jahresmitteltemperatur seit 1961 – am Kurvenende öffnet sich der Fächer der Zukunft: Die gestrichelten Linien zeigen den wahrscheinlichsten Weg je Szenario (an die real gemessene Erwärmung angepasst), die farbigen Bänder die Modell-Bandbreite:

Sommer-, Hitze-, Tropennächte-, Frost- und Eistage: heute und Ende des Jahrhunderts

Die grauen Balken zeigen das gemessene Mittel der Jahre 1991–2020, die farbigen die Zukunft 2071–2100. So rechnen wir: Wir nehmen die echten Tageswerte der letzten 30 Jahre an diesem Ort und verschieben sie um die Erwärmung, die laut den Klimaszenarien noch bevorsteht. Die Zahlen bleiben damit fest an der örtlichen Messreihe verankert – typische Modellfehler bei solchen Schwellenwerten werden so vermieden. Die Schneedeckentage darunter stammen aus der FuSE-AT-Schneesimulation der GeoSphere Austria.

Schneedeckentage: heute und Ende des Jahrhunderts

Grundlage ist die österreichische Schneemodell-Simulation FuSE-AT/SNOWGRID-CL (GeoSphere Austria): 16 Klimamodell-Läufe je Szenario. Angegeben sind die Schneedeckentage, die gegen Ende des Jahrhunderts noch verbleiben, berechnet aus der an diesem Ort beobachteten Schneedecke 1991–2020 (🌍 36 Tage, Spanne 22 bis 42 · 🔥 21 Tage, Spanne 5 bis 26):

Wie wir die künftigen Schneedeckentage berechnen

Wir verrechnen die Modelle relativ und nicht als Tagesdifferenz: Für jeden der 16 Klimamodell-Läufe bilden wir das Verhältnis der simulierten Schneedeckentage 2071–2100 zu denen der Modell-Referenz 1991–2020 und wenden den Median dieser Verhältnisse auf den an diesem Ort gemessenen Wert an. Der Grund: Das Schneemodell weicht von Ort zu Ort unterschiedlich von der Messung ab (im Mittel rund zehn Tage zu viel, je nach Lage zwischen 24 Tagen zu wenig und 38 zu viel), und unsere Beobachtung zählt Tage ab 2 cm Schneehöhe, das Klimamodell ab 1 cm. Eine einfache Tagesdifferenz würde beide Abweichungen ungefiltert übernehmen und die Höhenstaffelung verkehren – hoch gelegene Orte kämen dann rechnerisch auf gleich wenige Schneetage wie Talorte. Beim Verhältnis kürzen sich diese Abweichungen weitgehend heraus. Auch GeoSphere und das FuSE-AT-Projekt geben Schneerückgänge aus demselben Grund in Prozent an. Was die Methode nicht leisten kann: Sie korrigiert den mittleren Modellfehler, aber nicht die Fähigkeit des 1-km-Gitters, lokale Besonderheiten wie Inversionen, Beschattung oder Schneeverfrachtung abzubilden. Die angegebene Spanne umfasst 80 % der Modell-Läufe.

An die reale Erwärmung angepasst: Das Klima hat sich bereits stärker erwärmt, als es sämtliche Projektionen für 2030 vorhergesehen haben. Diese Erkenntnis haben wir in unsere Berechnungen einfließen lassen und die Temperaturpfade entsprechend an den tatsächlich gemessenen Klimaverlauf adaptiert. Die rohen Modellwerte in den Tabellen darunter sind bei tagesbasierten Kennzahlen als Untergrenze zu verstehen – unsere Grafiken gleichen das bereits aus.
Wie wir Hitzetage, Frosttage & Co. für die Zukunft berechnen

Wir übernehmen nicht die fertigen Kenntage-Werte der Klimamodelle, sondern verschieben die tatsächlich gemessenen Tagestemperaturen dieses Ortes (1991–2020) um den projizierten Erwärmungsbetrag und zählen neu. Der Grund: Das Modellgitter ist rund 12 km grob und bildet Tallagen zu kühl ab – es „verliert“ dort teils mehr Eistage, als es überhaupt gibt. Auf der gemessenen Verteilung des Ortes bleibt die Rechnung realistisch.

Im Einzelnen: Aus dem ÖKS15-Signal für die Mitteltemperatur wird die noch bevorstehende Erwärmung bestimmt, indem die hier bereits eingetretene Erwärmung abgezogen wird. Dabei berücksichtigen wir, dass die ÖKS15-Modelle die seit den 1980er-Jahren real eingetretene Erwärmung um rund ein Grad zu schwach abbilden – eine Größe, die GeoSphere im April 2026 selbst beziffert hat. Der Verschiebungsbetrag ergibt sich anschließend aus der an diesem Ort gemessenen Erwärmung und fällt daher von Ort zu Ort unterschiedlich aus. Für Sommerkennzahlen wird das Sommersignal verwendet, für Frost- und Eistage das Jahressignal.

Tageshöchst- und Tiefstwerte werden getrennt behandelt. Die Messreihen dieses Ortes zeigen, dass sich die Tageshöchstwerte stärker erwärmen als das Mittel und die Tiefstwerte schwächer. Den Erwärmungsbetrag skalieren wir deshalb mit dem hier gemessenen Verhältnis, bevor wir die Schwelle verschieben – sonst würden Hitzetage unter- und Tropennächte überschätzt.

Untergrenze für die nahe Zukunft: Für 2021–2050 setzen wir mindestens die Fortschreibung des hier gemessenen Erwärmungstrends an, damit die Projektion nicht hinter der bereits laufenden Entwicklung zurückbleibt. Wo das Szenario darunter liegt – bei „mit Klimaschutz“ gegen Ende des Jahrhunderts häufig der Fall –, zeigt der Wert diese Trendfortschreibung und nicht das Modellergebnis.

Was die Methode nicht leistet: Sie verschiebt die gesamte Temperaturverteilung gleichmäßig und bildet nicht ab, dass Hitzewellen künftig zusätzlich extremer ausfallen können. Die Werte sind daher eher vorsichtig.

Alle Zahlen im Detail (auch 2021–2050, mit Modell-Bandbreiten)

Angegeben ist jeweils der mittlere Wert der Klimamodelle, in Klammern die Spanne, in der 80 % der Modelle liegen. Achtung: Diese Tabellen zeigen die rohen ÖKS15-Modellsignale. Bei Schwellen-Kennzahlen (Hitzetage, Tropennächte, Frost-, Eistage) unterschätzen die Modelle die lokale Realität teils deutlich – die Grafiken oben verwenden daher unsere lokal kalibrierte Tauernwetter-Umrechnung und können von diesen Werten abweichen.

Nahe Zukunft: 2021–2050

Änderung gegenüber 1971–2000 RCP4.5
ambitionierter Klimaschutz
RCP8.5
business-as-usual
Jahresmitteltemperatur laut ÖKS15-Modellen+1,4 °C(Spanne +0,9 bis +1,9)+1,5 °C(Spanne +1,0 bis +2,2)
  ↳ an die gemessene Erwärmung angepasst (Tauernwetter-Berechnung)+2,4 °C+2,5 °C
Sommertage (≥ 25 °C)+14,2 Tage/Jahr(Spanne +9,2 bis +20,1)+13,0 Tage/Jahr(Spanne +10,0 bis +22,8)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)+28,2 Tage/Jahr+28,2 Tage/Jahr
Hitzetage (≥ 30 °C)+4,1 Tage/Jahr(Spanne +3,0 bis +6,6)+3,9 Tage/Jahr(Spanne +3,0 bis +8,4)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)+14,7 Tage/Jahr+14,7 Tage/Jahr
Tropennächte (Nacht ≥ 20 °C)+0,0 Tage/Jahr(Spanne 0,0 bis +0,1)+0,0 Tage/Jahr(Spanne +0,0 bis +0,2)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)+0,3 Tage/Jahr+0,3 Tage/Jahr
Frosttage-21,6 Tage/Jahr(Spanne -31,0 bis -10,0)-27,9 Tage/Jahr(Spanne -39,5 bis -12,8)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)-25,8 Tage/Jahr-25,8 Tage/Jahr
Eistage (Dauerfrost)-14,2 Tage/Jahr(Spanne -24,6 bis -7,7)-14,6 Tage/Jahr(Spanne -25,9 bis -7,8)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)-11,6 Tage/Jahr-11,6 Tage/Jahr
Vegetationsperiode+15,2 Tage/Jahr(Spanne +7,1 bis +20,3)+20,3 Tage/Jahr(Spanne +10,8 bis +25,1)
Heizbedarf (Gradtage: Summe der Grade unter 20 °C Soll-Temperatur über alle Heiztage)-466,2 Gradtage(Spanne -621,3 bis -285,6)-531,4 Gradtage(Spanne -756,7 bis -337,2)
  ↳ Heizenergie-Bedarf sinkt um (Basis 3.979 Gradtage/Jahr)12 %13 %
Kühlbedarf (Gradtage: Maß für Klimaanlagen-Bedarf — heute nahe null)+56,0 Gradtage(Spanne +42,3 bis +74,5)+58,0 Gradtage(Spanne +43,1 bis +93,8)
  ↳ dafür steigen die Kühlkosten: Der Kühlbedarf entsteht im Alpenraum großteils erst neu – was heute kaum jemand braucht, wird zum spürbaren Stromposten im Sommer.
Jahresniederschlag+2,4 %(Spanne -2,1 bis +7,1)+7,7 %(Spanne +0,3 bis +11,0)
Sommerniederschlag-0,2 %(Spanne -5,7 bis +9,2)+7,9 %(Spanne -8,9 bis +11,8)
Winterniederschlag+11,9 %(Spanne +0,2 bis +21,7)+14,0 %(Spanne -9,0 bis +23,0)
Stärkster Tagesregen+7,1 %(Spanne +0,1 bis +22,7)+11,6 %(Spanne +4,6 bis +23,2)

Hinweis: Bis zur Mitte des Jahrhunderts unterscheiden sich die beiden Szenarien kaum – die Klimapfade trennen sich erst danach deutlich (siehe 2071–2100). Die Periode 2021–2050 ist zudem teilweise bereits Vergangenheit.

Ferne Zukunft: 2071–2100

Änderung gegenüber 1971–2000 RCP4.5
ambitionierter Klimaschutz
RCP8.5
business-as-usual
Jahresmitteltemperatur laut ÖKS15-Modellen+2,3 °C(Spanne +1,8 bis +3,3)+4,1 °C(Spanne +3,4 bis +5,6)
  ↳ an die gemessene Erwärmung angepasst (Tauernwetter-Berechnung)+3,3 °C+5,1 °C
Sommertage (≥ 25 °C)+22,7 Tage/Jahr(Spanne +15,7 bis +36,9)+43,3 Tage/Jahr(Spanne +32,2 bis +66,3)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)+28,2 Tage/Jahr+55,6 Tage/Jahr
Hitzetage (≥ 30 °C)+8,0 Tage/Jahr(Spanne +4,8 bis +14,4)+22,9 Tage/Jahr(Spanne +11,7 bis +36,5)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)+14,7 Tage/Jahr+34,9 Tage/Jahr
Tropennächte (Nacht ≥ 20 °C)+0,1 Tage/Jahr(Spanne +0,0 bis +0,8)+2,5 Tage/Jahr(Spanne +0,7 bis +12,4)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)+0,3 Tage/Jahr+2,1 Tage/Jahr
Frosttage-43,9 Tage/Jahr(Spanne -63,9 bis -29,3)-77,3 Tage/Jahr(Spanne -107,2 bis -52,4)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)-36,7 Tage/Jahr-61,3 Tage/Jahr
Eistage (Dauerfrost)-21,1 Tage/Jahr(Spanne -34,4 bis -16,9)-32,4 Tage/Jahr(Spanne -42,4 bis -27,3)
  ↳ Tauernwetter-Umrechnung (gegenüber 1991–2020, wie in der Grafik)-15,0 Tage/Jahr-19,7 Tage/Jahr
Vegetationsperiode+29,0 Tage/Jahr(Spanne +21,0 bis +39,8)+57,4 Tage/Jahr(Spanne +41,7 bis +77,4)
Heizbedarf (Gradtage: Summe der Grade unter 20 °C Soll-Temperatur über alle Heiztage)-815,9 Gradtage(Spanne -1.048,9 bis -639,4)-1.379,0 Gradtage(Spanne -1.643,0 bis -1.077,4)
  ↳ Heizenergie-Bedarf sinkt um (Basis 3.979 Gradtage/Jahr)21 %35 %
Kühlbedarf (Gradtage: Maß für Klimaanlagen-Bedarf — heute nahe null)+101,0 Gradtage(Spanne +69,8 bis +162,8)+241,3 Gradtage(Spanne +180,8 bis +398,0)
  ↳ dafür steigen die Kühlkosten: Der Kühlbedarf entsteht im Alpenraum großteils erst neu – was heute kaum jemand braucht, wird zum spürbaren Stromposten im Sommer.
Jahresniederschlag+10,7 %(Spanne -3,6 bis +16,9)+8,3 %(Spanne -4,6 bis +16,7)
Sommerniederschlag+7,6 %(Spanne -15,9 bis +19,5)-2,3 %(Spanne -24,3 bis +21,3)
Winterniederschlag+16,8 %(Spanne +8,0 bis +28,4)+23,4 %(Spanne +10,2 bis +41,5)
Stärkster Tagesregen+17,4 %(Spanne +8,4 bis +32,1)+23,7 %(Spanne +13,9 bis +39,2)

Klimawandel in der Umgebung

Eberstein · Kappel am Krappfeld · Guttaring · Althofen · Mölbling

Quellen & Methodik

  • Vergangenheit: SPARTACUS v3 (GeoSphere Austria), Tageswerte 1961–heute, 1-km-Gitterpunkt Klein St. Paul (46,8361° N, 14,5414° O). Werte beziehen sich auf die Gitterzelle, nicht auf eine Messstation.
  • Schneedecke: SNOWGRID-CL v2 (GeoSphere Austria), Tageswerte 1961–heute. Das Schneemodell hält dünne Schneedecken etwas länger als die Realität. Ein Tag zählt bei uns deshalb erst ab 2 cm modellierter Schneehöhe als Schneedeckentag – so stimmen die Zahlen am besten mit den an Stationen beobachteten Tagen mit geschlossener Schneedecke (mindestens 1 cm) überein. Schnee-Zukunft: FuSE-AT/SNOWGRID-CL-Ensemble (16 Läufe je Szenario). Die Zukunftswerte übertragen wir relativ auf den an diesem Ort gemessenen Wert: Je Klimamodell-Lauf bilden wir das Verhältnis der simulierten Schneedeckentage der Zukunft zur Modell-Referenz 1991–2020 und wenden den Median dieser Verhältnisse an – so kürzt sich der ortsabhängige Modellfehler heraus. Das FuSE-AT-Gitter werten wir österreichweit ausgedünnt aus (jede siebte Zelle, rund 7 km); übernommen wird daraus nur das großräumig glatte Verhältnis, der Ortswert selbst stammt aus der 1-km-Beobachtung.
  • Auswertung & Darstellung: tauernwetter.at – tägliche Aktualisierung.
  • Rohdaten: GeoSphere Austria / Copernicus, bezogen unter CC BY 4.0. Berechnung, Auswertung, Visualisierung und Bearbeitung: © tauernwetter.at – alle Rechte vorbehalten. Die Auswertung der GeoSphere-Daten ist Teil der Tauernwetter-Forschung.
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