Weiße Weihnachten 2025: Wo liegt Schnee am Heiligen Abend?
Die Chancen auf weiße Weihnachten sind in diesem Jahr in den Hochlagen praktisch sicher – dort liegt bereits eine Schneedecke, die bis Weihnachten nicht mehr schmelzen wird. In tieferen Lagen entscheidet ein schwaches Italientief über Schneefall zwischen dem 24. und 26. Dezember. Mit jedem Meter Seehöhe höher steigen die Chancen auf eine dünne Schneedecke. Da Italientiefs sehr sprunghaft sind, könnten auch die Landeshauptstädte überrascht werden – ausschließen lässt sich dort nichts.
Stand: 19. Dezember 2025, 7:00 Uhr
ℹ️ Dieser Artikel wird laufend mit den neuesten Wahrscheinlichkeiten aktualisiert.
🔄 UPDATE: 22. Dezember 2025, 5:00 Uhr
Schneehöhenprognosen für Kärnten, Osttirol und Österreich
Eine Konkretisierung der Wahrscheinlichkeiten für eine Schneedecke zu Weihnachten ist im Vergleich zum letzten Update am 20. Dezember derzeit noch nicht möglich. Im Laufe des heutigen Nachmittags bzw. am frühen Abend wird unser hochauflösendes Modell, das 48 Stunden im Voraus sehr exakte Prognosen erstellen kann, das Niederschlagsereignis vollständig erfassen. Dann sind deutlich konkretere Wahrscheinlichkeiten und Aussagen möglich.
Was bereits feststeht:
- Westlicher Bezirk Deutschlandsberg: Große Schneemengen dürften hier kleinräumig durch einen Staueffekt im Bereich Koralpe/Pack von Osten her zusammenkommen.
- Wienerwald: Der Wienerwald wird weiß.
- Graz: Für Graz sieht es sehr gut aus.
- Klagenfurt: Die Chancen stehen etwas schlechter als für Graz, jedoch liegt die Wahrscheinlichkeit über 50 Prozent.
Zur Einordnung für Klagenfurt: Die reine Schneehöhenprognose verkennt, dass es durch den persistenten Nebel im Klagenfurter Becken zwischen etwa 900 Meter Seehöhe und den Beckenlagen durchgehend um 0 Grad hat. Es wäre daher relativ unwahrscheinlich, dass Niederschlag, der in 900 Meter Seehöhe bereits in Form von Schnee in die Nebelluft fällt, am Boden nicht auch als Schnee ankommt.
📊 Aktuelle Schneehöhenprognosen (Stand: 22. Dezember 2025, 5:00 Uhr):
📅 Nächstes Update: Heute am späten Nachmittag oder Abend mit deutlich präziseren Prognosen.
🔄 UPDATE: 20. Dezember 2025, 7:00 Uhr
Chancen auf weiße Weihnachten deutlich gestiegen!
In den letzten 36 Stunden hat sich die Möglichkeit durchgesetzt, dass das Italientief am 24. Dezember (Nachmittag, Abend und Christnacht) etwas stärker ausfällt als zunächst erwartet. Dies erhöht die Chancen auf Schneefall auch in tiefen Lagen von Osttirol, Kärnten und der Steiermark deutlich.
📊 Aktuelle Wahrscheinlichkeiten (Stand: 20. Dezember 2025, 7:00 Uhr):
- Klagenfurt: Über 50% Wahrscheinlichkeit
- Graz: Etwa 60% Wahrscheinlichkeit
- Wien Döbling: 40%
- St. Pölten, Eisenstadt, Wien Auhof: 45%
- Osttirol, Kärnten, Steiermark (tiefe Lagen): Über 50% Wahrscheinlichkeit
Nach aktuellem Stand beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass sich vom 24. auf den 25. Dezember eine Schneedecke bildet, auch in den tiefen Lagen Osttirols, Kärntens und der Steiermark über 50 Prozent. In der Osthälfte Österreichs ist die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten ebenfalls deutlich angestiegen.
Historische Bedeutung: Sollte es tatsächlich am 24. Dezember abends und in der Christnacht schneien, wäre dies das erste Mal seit exakt 30 Jahren, dass in diesen Regionen am Heiligen Abend frischer Schnee vom Himmel fällt.
⚠️ Wichtiger Hinweis zur Unsicherheit:
Tief "Malte" vom Atlantik löst indirekt die Entwicklung des Italientiefs namens "Nils" aus. Alle namhaften Wettermodelle – das amerikanische GFS, das europäische IFS (ECMWF) und das deutsche ICON – berechnen am Morgen des 20. Dezember einheitlich das oben beschriebene Szenario.
Trotz dieser Übereinstimmung ist es bei Italientiefs nicht ungewöhnlich, dass Berechnungen in den kommenden 48 Stunden noch deutlich revidiert werden können. Eine definitive Entscheidung ob, wo und wie viel es tatsächlich schneit, lässt sich daher erst 48 bis 72 Stunden vor dem Ereignis treffen – voraussichtlich im Laufe des Montags, 22. Dezember 2025. Erst wenn sich das Tief tatsächlich gebildet hat, können präzise Prognosen gemacht werden.
📅 Nächstes Update: Sobald sich die Wettermodelle weiter präzisieren (voraussichtlich Sonntag/Montag, 21./22. Dezember 2025)
📅 Ursprünglicher Artikel vom 19. Dezember 2025, 7:00 Uhr
Die folgende Prognose wurde am 19. Dezember erstellt und wird durch das obige Update ergänzt. Die Grafiken zeigen den Stand vom 19. Dezember zum Vergleich.
Das vierte Adventswochenende: Sonne auf den Bergen, Nebel in den Tälern
Samstag, 20. Dezember 2025
Österreich:
Der letzte Samstag vor Weihnachten zeigt sich zweigeteilt: In vielen Niederungen und Tälern halten sich hartnäckige Nebelfelder, die den ganzen Tag über bestehen bleiben können. Oberhalb der Nebelgrenze präsentiert sich das Wetter jedoch von seiner besten Seite: Auf den Bergen scheint ungetrübt die Sonne bei strahlendem Winterwetter.
Kärnten und Osttirol:
In den Niederungen Unterkärntens sowie entlang der Drau halten sich hartnäckige Nebelfelder. Die Tageshöchstwerte variieren je nach Nebel und Sonnenschein stark – während es in den Nebelzonen nur um den Gefrierpunkt bleibt, werden in sonnigen mittleren Höhenlagen bis zu 11 Grad erreicht. In 2.000 Meter Seehöhe liegen die Temperaturen bei angenehmen 5 Grad.
Steiermark:
Viele Täler bleiben unter einer grauen Nebeldecke. Im Grazer Becken und in zahlreichen Tälern der Obersteiermark liegt die Nebelgrenze bei etwa 700 Meter Seehöhe. Oberhalb davon scheint die Sonne bei strahlendem Winterwetter.
Sonntag, 21. Dezember 2025
Österreich:
Am vierten Adventsonntag breitet sich der Nebel weiter aus. Die Nebelobergrenze steigt stellenweise auf etwa 1.500 Meter Seehöhe an. Aus den Nebelfeldern ist vereinzelt leichtes, in den Morgenstunden auch gefrierendes Nieseln möglich. In höheren Lagen und auf den Bergen überwiegt weiterhin der Sonnenschein.
Kärnten und Osttirol:
Der Nebel erfasst auch Oberkärnten sowie das Lienzer Becken. Die Höchstwerte erreichen je nach Nebel und Sonne 0 bis 12 Grad. Auf den Bergen kühlt es deutlich ab – in 2.000 Meter Seehöhe werden nur mehr etwa minus 2 Grad erwartet.
Steiermark:
In der westlichen Obersteiermark kann der Nebel mit aufkommendem Südföhn am Nachmittag stellenweise auflockern. In anderen Teilen bleibt es überwiegend trüb.
Die Tage vor Weihnachten: Zunehmende Bewölkung
Montag, 22. Dezember 2025
Österreich:
In den Tälern und Becken beginnt der Montag wieder häufig trüb durch Hochnebel. Die Nebelobergrenze liegt bei etwa 1.800 Meter Seehöhe, die Sonne scheint meist nur im Hochgebirge. Von Süden her stauen sich zunehmend Wolken an.
Kärnten und Osttirol:
Am späten Nachmittag beginnt es entlang der Karnischen Alpen ab und zu leicht und unergiebig zu regnen und zu schneien. Die Schneefallgrenze pendelt um 1.000 Meter Seehöhe. Die Höchstwerte erreichen 0 bis 5 Grad.
Steiermark:
In fast der gesamten Steiermark bleibt es den gesamten Tag lang grau in grau. An der Alpennordseite greift der Südföhn in einzelne Täler durch, damit kann sich der Nebel stellenweise auflösen. Vor allem zwischen dem Arlberg und den niederösterreichischen Voralpen zeigt sich zeitweise die Sonne. Mit Föhn in Salzburg und der Obersteiermark bis zu 7 Grad.
Dienstag, 23. Dezember 2025
Österreich:
Von der Früh weg ist es trüb. Eine hochnebelartige Schichtbewölkung liegt über vielen Regionen, darüber ziehen außerdem auch hohe Wolkenfelder durch. Von Süden her sind vor allem von Osttirol bis ins Burgenland ein paar unergiebige Schnee- oder Regenschauer möglich.
Kärnten und Osttirol:
Ab und zu regnet oder schneit es etwas, vor allem entlang der südlichen Landesgrenze. Die Mengen bleiben jedoch vielerorts äußerst gering. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 1.100 Meter Seehöhe. Die Höchstwerte erreichen 0 bis 6 Grad.
Steiermark:
Es bleibt abermals trüb und grau, abgesehen von der nordwestlichen Obersteiermark, wo föhnbedingt ab und zu die Sonne scheint. Vereinzelt kann es auch kurz einmal leicht und unergiebig regnen oder schneien, vor allem in der Südsteiermark. An der Alpennordseite mit Föhn bis zu 10 Grad.
Heiliger Abend: Wolken und vereinzelt Schneefall möglich
Mittwoch, 24. Dezember 2025
Österreich:
Der Heilige Abend bringt wechselhaftes Wetter mit überwiegend bewölktem Himmel. Zwischendurch, vor allem am Vormittag, kann auch etwas Sonnenschein durchkommen. Im Großteil Österreichs steht ein trüber Tag bevor, am ehesten ist in Vorarlberg und Tirol etwas Sonnenschein möglich. Der Wind bleibt schwach.
Kärnten und Osttirol:
Am Nachmittag könnte von Süden her leichter Schneefall auf die Region übergreifen. Auch in tieferen Lagen sind zeitweise ein paar Schneeflocken nicht ausgeschlossen, ergiebiger Schneefall ist jedoch nicht zu erwarten. In höheren Lagen über 800 Meter fällt der Niederschlag meist als Schnee, darunter kann es auch regnen oder als Schneeregen fallen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen minus 1 und 3 Grad.
Steiermark:
Auch in der Steiermark überwiegen die Wolken. Aus dem trüben Himmel kann es vor allem im Süden und Osten zeitweise leicht schneien oder regnen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 700 und 900 Meter Seehöhe. Am Abend und in der Nacht ist zwischen Deutschlandsberg und Mariazell auch etwas ergiebigerer Schneefall nicht ausgeschlossen, die Prognose hierfür ist aber noch unsicher. Die Höchstwerte erreichen minus 2 bis 4 Grad.
Eine durchgehende Schneedecke im Flachland ist möglich, aber eher unwahrscheinlich. Die besten Chancen auf weiße Weihnachten bestehen weiterhin in über 1.000 Meter Seehöhe in einigen Tälern.
Die Weihnachtsfeiertage: Trüb und zeitweise Schneefall
Donnerstag, 25. Dezember 2025 – Christtag
Österreich:
Der erste Weihnachtsfeiertag bringt weiterhin trübes Dezemberwetter. Wie auch an den Vortagen bleibt es im Großteil des Landes bedeckt. In vielen Landesteilen kann es etwas regnen oder schneien, am meisten Niederschlag ist in der Osthälfte Österreichs zu erwarten.
Kärnten und Osttirol:
Am ersten Weihnachtsfeiertag überwiegen die Wolken und ab und zu schneit oder regnet es etwas. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen tiefen Lagen und etwa 800 Meter Seehöhe. Die Höchstwerte liegen zwischen minus 1 und 5 Grad, in Osttirol bis zu 7 Grad.
Steiermark:
Aus dichten Wolken kann es ab und zu leicht schneien, unterhalb von 600 bis 700 Meter stellenweise auch regnen. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen tiefen Lagen und 700 Meter Seehöhe.
Freitag, 26. Dezember 2025 – Stefanitag
Österreich:
Auch der zweite Weihnachtsfeiertag zeigt sich von seiner trüben Seite. In den meisten Landesteilen schneit es ab und zu, am meisten tendenziell in der Osthälfte Österreichs. Abermals ist es den gesamten Tag über bedeckt und von Südosten her zieht in vielen Landesteilen Schneefall auf, der jedoch meist nur unergiebig ausfällt.
Kärnten und Osttirol:
Zeitweise kann es bis in tiefe Lagen leicht schneien. Nur ganz vereinzelt sind in Unterkärnten unterhalb von etwa 600 Meter Seehöhe auch Regentropfen dabei. Am wenigsten Niederschlag ist in Osttirol zu erwarten. Die Höchstwerte erreichen minus 1 bis 4 Grad.
Steiermark:
Es ist trüb und es ist mit einigen Niederschlägen zu rechnen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen und 600 Meter Seehöhe. Etwas Sonnenschein ist am ehesten am Nachmittag in der westlichen Obersteiermark möglich.
Weiße Weihnachten 2025: Die Wahrscheinlichkeiten
Als "weiße Weihnachten" gilt meteorologisch eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter am 24., 25. oder 26. Dezember jeweils um 7 Uhr morgens. Entscheidend ist also nicht, ob es am Heiligen Abend schneit, sondern ob eine Schneedecke vorhanden ist.
Österreich gesamt: Die Landeshauptstädte
In den Landeshauptstädten stehen die Chancen auf weiße Weihnachten durchwegs schlecht. In sämtlichen Bundesländer-Hauptstädten und auch in der Bundeshauptstadt Wien gilt eine Schneedecke am 24., 25. oder 26. Dezember als unwahrscheinlich:
- Klagenfurt: 30%
- Graz: 30%
- Wien: 30%
- Eisenstadt: 30%
- Salzburg: 25%
- Innsbruck: 25%
- St. Pölten: 25%
- Bregenz: 20%
- Linz: 20%
Kärnten und Osttirol: Die detaillierten Chancen
Sehr hohe Wahrscheinlichkeit (≥90%):
- St. Jakob im Defereggen (1.389 m): 99%
- Bad Bleiberg (922 m): 95%
- Heiligenblut (1.301 m): 92%
Hohe Wahrscheinlichkeit (70-90%):
- Kals am Großglockner (1.325 m): 70%
- Virgen (1.195 m): 70%
Mittlere Wahrscheinlichkeit (50-70%):
- Weißensee (930 m): 65%
- Sillian (1.103 m): 65%
- Mallnitz (1.191 m): 60%
- Matrei in Osttirol (975 m): 60%
- Lienz (673 m): 50%
- Bad Kleinkirchheim (1.100 m): 55%
- Hermagor (595 m): 50%
Geringe Wahrscheinlichkeit (30-50%):
- Spittal an der Drau (560 m): 40%
- Wolfsberg (427 m): 37%
- Völkermarkt (463 m): 33%
- Villach (501 m): 30%
- Klagenfurt (450 m): 30%
- Feldkirchen (555 m): 30%
Steiermark: Die detaillierten Chancen
Sehr hohe Wahrscheinlichkeit (≥90%):
- Hohentauern (1.265 m): 91%
Hohe Wahrscheinlichkeit (70-90%):
- Ramsau am Dachstein (1.200 m): 85%
- Schladming (745 m): 80%
- Mariazell (868 m): 70%
Mittlere Wahrscheinlichkeit (50-70%):
- Trieben (700 m): 60%
- Murau (829 m): 60%
- Deutschlandsberg (370 m): 60%
- Admont (641 m): 53%
Geringe Wahrscheinlichkeit (30-50%):
- Judenburg (738 m): 38%
- Graz (353 m): 30%
- Leoben (542 m): 30%
Die Großwetterlage: Italientief trifft auf Hochdruck
Zwischen dem 24. und 26. Dezember stellt sich eine grundlegend neue Wetterlage ein. Ein Tiefdruckgebiet über Italien (Italientief) und ein Hochdruckgebiet über West- und Nordeuropa prägen das Wettergeschehen. Das Italientief bringt an seiner Nordseite kühle Luft aus dem skandinavischen Raum nach Österreich.
Die Luftmassen zwischen dem Hochdruckgebiet über dem Atlantik und Skandinavien sowie dem Tiefdruckgebiet über Italien werden nach Süden gelenkt und erreichen Österreich von Norden. Diese Konstellation sorgt für die trübe, kühle Witterung über die Weihnachtsfeiertage.
Je nach genauer Lage und Zugbahn des Tiefdruckgebietes könnte es in einigen Regionen – speziell in Ost- und Südösterreich – auch zu etwas ergiebigeren Schneefällen kommen. Aus heutiger Sicht bleiben die Niederschlagsmengen meist aber gering.
Unsicherheit in der Prognose: Das Italientief als Wildcard
Die Prognose für die Weihnachtsfeiertage ist noch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Das obige Ensemble-Diagramm für Klagenfurt zeigt die Bandbreite möglicher Entwicklungen – von komplett trocken bis zu leichten Schneefällen.
Warum sind Italientiefs so schwer vorherzusagen?
Tiefdruckgebiete über dem Mittelmeerraum gehören zu den anspruchsvollsten Wetterlagen für die Vorhersage:
- Kleine Änderungen, große Wirkung: Eine Abweichung der Zugbahn um nur 100 Kilometer kann entscheiden, ob es in Kärnten schneit oder trocken bleibt.
- Komplexe Topografie: Die Alpen beeinflussen die Strömung stark. Staueffekte können lokal für deutlich mehr Niederschlag sorgen.
- Feuchtigkeitszufuhr unsicher: Ob das Tief genug Feuchte aus dem Mittelmeer anzapft, zeigt sich oft erst kurzfristig.
Mögliche Szenarien für Weihnachten
Szenario 1 – "Schwaches Italientief" (wahrscheinlicher, ~60%):
Das Tiefdruckgebiet zieht weiter südlich oder bleibt schwach. Es gibt nur leichte, unergiebige Niederschläge. In Höhen über 800 Meter schneit es zeitweise, darunter bleibt es meist trocken oder es fällt nur kurz Schneeregen. Keine Schneedecke im Flachland.
Szenario 2 – "Aktives Italientief" (möglich, ~30%):
Das Tief zieht nördlicher und wird etwas kräftiger. Zeitweise gibt es auch in tieferen Lagen Schneefall. Selbst in Graz, Klagenfurt, Eisenstadt oder Wien könnten einige Zentimeter Schnee fallen. Eine dünne Schneedecke bildet sich stellenweise auch im Flachland.
Szenario 3 – "Tief bleibt fern" (weniger wahrscheinlich, ~10%):
Das Italientief zieht sehr weit südlich. Österreich bleibt weitgehend trocken, nur entlang der Südalpen fällt etwas Niederschlag.
Was ist aus heutiger Sicht (19.12.) am wahrscheinlichsten?
Die Wettermodelle favorisieren derzeit Szenario 1 – ein schwaches Italientief mit leichten Niederschlägen, hauptsächlich in höheren Lagen. Aber: Die Geschichte zeigt, dass Italientiefs immer für Überraschungen gut sind. Szenario 2 ist keinesfalls ausgeschlossen.
In den nächsten 2-3 Tagen wird sich zeigen:
- Welche Zugbahn das Tief nimmt
- Wie intensiv es wird
- Wo die Hauptniederschlagsgebiete liegen
Tägliche Updates: Wir beobachten die Entwicklung genau und aktualisieren die Prognose täglich um 18:00 Uhr. Ab dem 22. Dezember (Montag) wird die Vorhersage deutlich zuverlässiger.
Fazit: Weiße Weihnachten hängen von Seehöhe und vorhandener Schneedecke ab
In Orten mit vorhandener Schneedecke sind weiße Weihnachten sicher
In höheren Lagen wie Bad Bleiberg (922 m), Prägraten (1.312 m), dem gesamten Defereggental oder Heiligenblut (1.301 m) liegt aktuell eine geschlossene Schneedecke. Diese wird bis Weihnachten nicht mehr vollständig schmelzen – weiße Weihnachten sind hier praktisch garantiert.
In Orten ohne aktuelle Schneedecke entscheidet die Seehöhe
Da wir zwischen dem 24. und 26. Dezember im Einflussbereich eines schwachen Italientiefs stehen, sind leichte Niederschläge zu erwarten. Mit jedem Meter Seehöhe weiter oben steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich in diesen Tagen doch noch eine dünne Schneedecke bilden könnte.
Mittlere Lagen (600-1.000 m):
In Bereichen wie Lienz (673 m), Spittal (560 m) oder Murau (829 m) könnte es für eine leichte Schneeauflage reichen. Die Chancen steigen mit der Höhe – je höher der Ort liegt, desto wahrscheinlicher werden weiße Weihnachten.
Tiefe Lagen und Landeshauptstädte:
In Klagenfurt (450 m), Graz (353 m) und anderen tiefen Lagen sind weiße Weihnachten unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
Der Italientief-Faktor: Sprunghafte Wetterlagen
Italientiefs sind für ihre Unberechenbarkeit bekannt. Kleine Änderungen in Zugbahn oder Intensität können große Auswirkungen auf die Niederschlagsverteilung haben. Es gibt immer wieder Überraschungen, bei denen das Tief intensiver ausfällt als erwartet.
Sollte das Tiefdruckgebiet stärker oder etwas nördlicher ziehen als derzeit prognostiziert, wären selbst in den Landeshauptstädten Graz, Klagenfurt, oder sogar in Eisenstadt und Wien Schneefälle nicht gänzlich ausgeschlossen. Eine durchgehende Schneedecke wäre aber auch in diesem Fall eher die Ausnahme als die Regel.
Die wichtigsten Faktoren zusammengefasst:
- Schneedecke vorhanden? → Weiße Weihnachten sicher
- Seehöhe über 1.000 m ohne Schnee? → Chancen 60-70%
- Seehöhe 600-1.000 m? → Chancen etwa 40%
- Seehöhe unter 600 m? → Geringe Chancen 20-30%
- Italientief-Unsicherheit → Überraschungen möglich!
Unsere Empfehlung
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, plant Weihnachten in höher gelegenen Tälern, wo es bereits eine Schneedecke gibt – dort sind weiße Weihnachten praktisch garantiert. In tieferen Lagen bleibt es spannend bis zuletzt. Die Prognose wird in den kommenden Tagen deutlich zuverlässiger.
Nächstes Update: 20. Dezember 2025, 18:00 Uhr
Frohe Weihnachten wünscht euch das Team von Tauernwetter! 🎄❄️